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Ex-VW-Manager Lopez beteuert erneut seine Unschuld

autouniversum - Der frühere VW-Manager Jose Ignacio Lopez hat erneut alle Vorwürfe der Industriespionage zurückgewiesen.

22.05.2001

Der frühere VW-Manager Jose Ignacio Lopez de Arriortua hat in dem gegen ihn laufenden Auslieferungsverfahren erneut alle Vorwürfe der Industriespionage zurückgewiesen. "Die Anschuldigungen gegen mich sind falsch", sagte er gestern vor dem Nationalen Gerichtshof in Madrid. Zudem verwies der 60-jährige Ex-Manager auf die ärztlichen Gutachten, die ihm auf Grund der psychischen Störungen nach seinem schweren Autounfall von 1998 Prozessunfähigkeit bescheinigen.

Der Anwalt des früheren VW-Managers legte dem Gericht mehrere medizinische Gutachten vor, aus denen hervorgeht, dass Lopez unter anderem an Gedächtnisschwund und Persönlichkeitsstörungen leide. Darum habe er auch alle eigenen Bankkonten seiner Frau übertragen müssen. Ein auf Antrag der US-Justiz hinzugezogener amerikanischer Psychologe erklärte Lopez dagegen für prozessfähig.

Noch nie wurde ein Spanier in die USA ausgeliefert

Auch der leitende Staatsanwalt des hohen Gerichts, Eduardo Fungairino, sprach sich erneut für die Auslieferung des 60-Jährigen aus. Bis die Richter eine Entscheidung fällen, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Das letzte Wort hat in jedem Fall die Regierung in Madrid und diese hat bislang noch nie einen Spanier an die USA ausgeliefert.

Die US-Justiz hatte im Juni vergangenen Jahres die Auslieferung des als "Super-Lopez" bekannt gewordenen Basken beantragt. Dem ehemaligen Topmanager werden in den USA Betrug und Diebstahl von Geheimunterlagen zur Last gelegt. Danach soll Lopez 1993 bei seinem Wechsel zu VW vertrauliche Dokumente von GM und der GM-Tochterfirma Adam Opel AG zu Volkswagen mitgenommen haben.

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