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Exklusive Kleinwagen

Kleinwagen als Luxusschlitten

Aston Martin Cygnet Foto: press-inform 37 Bilder

Jedermann soll sich zukünftig einen Aston Martin leisten können – zumindest fast jeder. Denn im kommenden Frühjahr bringt Aston Martin den kleinen Cygnet auf den Markt: klein, wendig und besonders luxuriös. Dabei sind die Briten nicht die einzigen, die auf exklusive Minis setzen.

15.11.2010

Ein teures Auto konnte man bis vor ein paar Jahren ganz einfach erkennen. Entweder war es besonders groß oder besonders sportlich. Klar, ein Porsche 911 war in seiner jeweiligen Epoche schon immer ein teures Auto; ein Maserati auch – versteht sich. Eine Mercedes S-Klasse gehört sowieso dazu – ganz zu schweigen von einem mehr als fünf Meter langen Rolls-Royce.

Kleinwagen werden exklusiver

Ganz im Gegensatz dazu fuhr ein Kleinwagen wie ein VW Golf oder ein Fiat Panda traditionell an das untere Ende der Preisskala. Doch die Zeiten ändern sich. Premiumhersteller wie Audi und BMW haben den exklusiven Kleinwagenmarkt zunehmend für sich als Spielweise entdeckt und selbst Volumenhersteller haben ihre finanziell helle Freude daran, einen Fiat 500 oder einen VW Polo zum kostspieligen Cityflitzer mit Luxusgenen aufzumöbeln. Allen voran Mini zeigt seit Jahren mehr als erfolgreich, dass sich ein entsprechend individualisierter Kleinwagen auch in luxuriösen Einfahrten zu Hause fühlt. Nicht nur in den Nobelvororten von Los Angeles, München oder Tokio zeigt besonders die finanzstarke Frau von Welt, dass auch ein exklusiver Kleinwagen trotz überschaubarer Dimensionen eine große Anziehungskraft besitzen kann.
 
Einigen ist das jedoch zu wenig. Wer bisher einen Aston Martin fahren wollte, musste tiefer als tief in die eigene Tasche greifen. Selbst das Markeneinstiegsmodell Vantage war kaum etwas für den kleinen bis mittleren Geldbeutel. Wer zum charakterstarken DB9 oder gar dem Supersportwagen Aston Martin One-77 herüberschielte, muss bis zu 1,6 Millionen Euro überweisen, um das Objekt automobiler Begierde in den eigenen Wagenpark aufzunehmen. Nicht nur wegen des hohen Flottenverbrauchs suchten Aston Martin-Chef Dr. Ulrich Bez und sein Team vor einiger Zeit nach einer sinnvollen Ergänzung. War der Aston Martin Cygnet (kleiner Schwan) zunächst ein scheinbar irrealer Testballon, der das Kundenterrain für einen Nobel-Kleinwagen abtasten sollte, so wird der Nobelflitzer im kommenden Frühjahr Realität.

Aston Martin kooperiert mit Toyota

Da die Stückzahlen zu klein wären, um ein eigenes Fahrzeug zu entwickeln, bedienen sich die Briten für den neuen Kleinwagen bei Kooperationspartner Toyota. Der ebenfalls trendig positionierte Toyota iQ sollte in Europa an sich die erste echte Konkurrenz zum Segmentbegründer Smart Fortwo sein. Aston Martin baut den drei Meter langen 2+2-Sitzer im eigenen Werk Gaydon ab 2011 zum Nobelmodell um. "Es ist Zeit umzudenken. Aston Martin ist ehrlich und wir gehen keine Kompromisse ein", unterstreicht Aston-Martin-Chef Dr. Ulrich Bez, "unsere Kunden brauchen einen Kleinwagen für Stadtfahrten, der ihre Anforderungen optimal erfüllt. Sie wollen auf kreative Weise eine Nummer kleiner gehen, ohne in Bezug auf Kunstfertigkeit und Persönlichkeit Kompromisse eingehen zu müssen."
 
Der Kleinwagen Aston Martin Cygnet wird daher nicht nur mit beheizbaren Luxusledersitzen, Bildschirmnavigation und einer kompletten Sicherheitsausstattung ausgeliefert. Zudem entsprechen die Außenfarben jenen Lacken, die auch für Rapide, DBS und Vantage zu bekommen sind.

Aston Martin Cygnet kostet etwa 30.000 Euro

Auch der Innenraum des Aston Martin Cygnet verzichtet auf den kalten Toyota-Charme des iQ. Stattdessen gibt es handschuhweiches Edelleder aus der hauseigenen Aston Martin -Näherei. Sonderwünsche sind ausdrücklich willkommen. Der Kunde, der für seinen kleinen Schwan (Cygnet) 30.000 bis 35.000 Euro ausgeben muss, will für sein Aufgeld im Vergleich zum mindestens 11.000 Euro teuren Toyota von der Stange schließlich auch etwas bekommen. "Der Cygnet ist klein, aber luxuriös. Er ist ein Aston Martin, der für den Stadtverkehr maßgeschneidert ist", erläutert Marek Reichman, Designdirektor bei Aston Martin, "Luxus hängt nicht von Größe ab." Neben dem luxuriösen Aston Martin-Interieur präsentiert sich der Cygnet auch von außen durchaus eigenständig.

Obligatorisch sind der breite Aston Martin-Kühlergrill mit hauseigenen Leuchtmodulen, sowie Designelemente auf Motorhaube und Kotflügel, die man auch von den anderen Exklusivmodellen kennt. "Der Cygnet soll unsere Sportwagen dahingehend ergänzen, dass er in der Stadt einen höheren Grad an Bewegungsfreiheit bietet", ergänzt Bez, "der Cygnet ist ein ganz besonderes Auto, ein hochwertiges, aber kompaktes Paket mit Herz, Seele und Persönlichkeit."

Smart Fortwo als Luxusmini

Dr. Ulrich Bez war nicht der erste Exklusiv-Hersteller, dem ein exklusiver Luxuskleinwagen neue Kundengruppen erschließen soll. Auch Brabus-Inhaber Bodo Buschmann setzt seit einiger Zeit auf Luxus im Kleinen. So werden nicht nur die normalen Smart Fortwo in seiner Bottroper Produktionsstätte zum über 100 PS starken Brabus-Modell ausstaffiert. Seit einigen Monaten wird der neuesten Smart-Generation mit der Tailormade-Serie die Krone aufgesetzt. Das Motto lautet trotz der überschaubaren Dimensionen eines Smart Fortwo schlicht und ergreifend: alles ist möglich. So finden im Innenraum des Tailor Made Brabus Smart edelstes Leder jeglicher Couleur und Applikationen unterschiedlichster Art Verwendung.

Der Kunde ist König – trotz kleinem Auto. Barbus Chef Prof. Bodo Buschmann: "Smart Brabus Tailor Made steht für automobile Unikate in höchster handwerklicher Perfektion. Nur die besten Materialien sind gut genug für unsere exklusiven Interieurs, die farblich genauso weit gefächert sind wie unsere Sonderlackierungen.  Mattschwarz bis Metallic-Pink gehören genauso zu unserem Portfolio wie Leichtmetallräder, Sportauspuffanlagen oder sportliche Aerodynamikkomponenten."

Große Nachfrage trotz doppeltem Preis

Dass sich ein Tailor-Made-Smart von dem üblichen Image eines günstigen Cityflitzers verabschieden soll, versteht sich von selbst. Startet das normale Smart Fort Coupé bei knapp 10.000 Euro, kostet ein individuell kreierter Tailor-Made-Smart einen Aufpreis von 5.000 bis 10.000 Euro. Macht mindestens 25.000 Euro für einen Brabus Smart mit dem schicken Xclusive-Paket. Die Nachfrage aus dem In- und Ausland ist mehr als ordentlich und so planen Bodo Buschmann und sein Veredler-Team einen Jahresabsatz von bis zu 1.000 Fahrzeugen. "Dass wir mit diesem Konzept den Geschmack unserer Kunden treffen, zeigt die Tatsache, dass es viele Autos gibt, die nach der Smart Brabus Tailot-Made-Kur den doppelten Wert haben", ergänzt Bodo Buschmann.
 
Jedes Tailor-Modell ist ein Einzelstück mit koloriertem Leder, Ziernähten in Wunschfarbe und wer will – sogar eingestickten Initialen. Auch bei Kleinstwagen ist eben fast alles möglich. So scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Exklusivabteilungen von BMW oder Audi sich Mini Cooper und A1 vornehmen. Der Kunde, der sich für einen exklusiven Kleinwagen entscheidet, schaut nur allzu selten auf den Cent. Sogar Lotus plant mit seinem Markenrelaunch nicht nur fünf neue Sportwagen, sondern mittelfristig auch ein Lotus Citycar. Firmenchef Dany Bahar will so in großen Städten wie Paris, London oder Mailand Businesskunden locken.

Motoren bleiben im Kleinwagenformat

Bei einem müssen die Kunden von hochkarätigen Kleinfahrzeugen jedoch nach wie vor zurückstecken. Bei der Motorisierung wachsen die Bäume nicht in den Himmel. So wird der Aston Martin Cygnet unverändert von einem 98-PS-Triebwerk von Toyota angetrieben und auch Bodo Buschmann kann dem 102 PS starken Brabus-Smart nicht viel größere Flügel wachsen lassen. Immerhin: wer will – ein paar PS mehr gehen immer.

Und auch einige Kleinwagen von der Stange lassen sich über einen dicken Zubehörkatalog umfangreich individualisieren. Die besten Beispiele sind Mini Cooper, Fiat 500/500 Abarth und Citroen DS3. Da ist über Spiegelkappen in Nationalflaggen, farbige Funkfernbedienungen und coolen Mikroboxen für den Innenraum fast alles zu bekommen. Und das Rennen hat erst angefangen.

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