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100.000 Automobil-Jobs in Gefahr

Foto: Karmann

Die deutsche Autoindustrie steuert nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer auf einen weiteren gewaltigen Aderlass zu. Automobilhersteller und -zulieferer werden demnach in Deutschland in den nächsten zehn Jahren weitere 100.000 Stellen abbauen.

19.04.2006

Dies berichtet die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung". Zu den Gründen zählt Dudenhöffer Nachteile bei den Produktionskosten und den scharfen Preiswettbewerb in der Branche. In Osteuropa koste eine Arbeitsstunde inklusive der Lohnnebenkosten teils weniger als fünf Euro. Bei VW seien es bis zu 55 Euro, sagte Dudenhöffer der Zeitung.

Derzeit arbeiten in Deutschland bei Autoherstellern und Zulieferfirmen noch rund 760.000 Menschen, wie der Experte der Zeitung sagte. Dudenhöffer, Leiter des Automobilforschungszentrums CAR an der Fachhochschule Gelsenkirchen: "Wir gehen davon aus, dass die Verlagerungstendenzen der deutschen Automobilindustrie ins Ausland, speziell nach Osteuropa, noch zunehmen." Allein für 2006 rechnet der Professor mit dem Verlust von 20.000 Stellen.

Auch wenn heimische Fahrzeughersteller gegenwärtig wieder Verkaufs- und Exporterfolge verbuchten, bedeute dies noch lange keine sicheren Arbeitsplätze, sagte Dudenhöffer. Derzeit werde über einen möglicherweise anstehenden Abbau von mehr als 20.000 Arbeitsplätzen bei Volkswagen diskutiert. Opel habe bereits vor Monaten umfangreiche Stellenstreichungen in Deutschland auf den Weg gebracht: Rund 10.000 Arbeitsplätze sollten wegfallen, wovon das Werk Bochum stark betroffen sein könnte.

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