Hier können Sie sich einloggen oder registrieren.
Formel 1 Tippspiel

Experte

Autokrise bedroht tausende Jobs

Die Finanz- und Absatzkrise könnte in der deutschen Autobranche nach Ansicht des Branchenexperten Willi Diez in den nächsten Monaten bis zu 60.000 Jobs kosten.

Experte
Foto: dpa

Bei Herstellern und Zulieferern könnten bis Ende 2009 bis zu 50.000 Arbeitsplätze verloren gehen, wenn sich die Situation nicht deutlich entschärfe, sagte der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft Geislingen in einem Gespräch mit der dpa am Freitag (21.11.) in Nürtingen. Bei den Autohändlern seien bis zu 10.000 Jobs bis zum Jahr 2010 in Gefahr. Er befürchte, dass bis dahin "von den 9.500 Unternehmen 1.500 verschwinden". Weltweit gibt es seiner Einschätzung nach am Automobilmarkt gegenwärtig enorme Überkapazitäten.

Mehr zum Thema

Absatzkrise
Tausende Zuliefer-Jobs in Gefahr
Experte
Autoindustrie verliert massiv Jobs
GM/Chrysler
Fusion würde tausende Jobs kosten
ACEA
Finanzkrise bedroht Jobs
Volvo
Noch mehr Jobs abbauen
Renault
Weitere 2.000 Jobs weg
Renault
8.000 Jobs in Gefahr
Schlagworte

Produktion wird sinken

Derzeit arbeiten bei den deutschen Autoherstellern und den Zulieferern rund 760.000 Menschen. Die deutschen Autohändler beschäftigen Angaben des Experten zufolge rund 470.000 Mitarbeiter.

Im Moment gehe er davon aus, dass die weltweite Autoproduktion im nächsten Jahr deutlich sinken werde, sagte Diez. Er rechne damit, dass 2009 weltweit mit rund 50 Millionen Neuwagen fünf Millionen weniger Fahrzeuge verkauft werden als im vergangenen Jahr. Für 2008 geht der Experte von 53 Millionen verkauften Neuwagen aus.

Dramatische Überkapazitäten

"Es ist dringend ein Abbau der Kapazitäten notwendig", sagte Diez. Dies werde sich über den Wettbewerb regeln. "Es müssen vielleicht einige Werke schließen oder es werden sogar Hersteller pleitegehen." Der Professor für Automobilwirtschaft rechnet in diesem Jahr mit einer Überkapazität von 10 Millionen Fahrzeugen weltweit und 2009 sogar mit knapp 18 Millionen zu viel produzierten Autos.

"Die Händler haben wie auch die Zulieferer gleich zwei große Probleme - den Absatzrückgang und Schwierigkeiten bei der Finanzierung", sagte Diez. Sie kämen wenn überhaupt derzeit fast nur noch an teuere Kredite, mit denen sie ihre Bestände finanzieren könnten. "Die Hersteller müssen für ihre Händler bürgen, damit diese von den Banken wieder Kredite bekommen", forderte Diez. "Aus eigener Kraft können sie sich kaum gegen die Krise stemmen." Nach Einschätzung des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe wird mehr als die Hälfte der deutschen Autohändler in diesem Jahr rote Zahlen schreiben.

Autor: dpa
Alle mit einem * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Kommentare müssen erst von der Redaktion freigeschaltet werden.
Rechnen (Spamschutz):*
84 - 14 =
Zeichen verbleibend
Anzeige
FK Automotive
Topstories
Auto & Umwelt

Schmidts F1-Blog: Machtwechsel in der Formel 1
Von Michael Schmidt

Der Nürburgring markiert die Halbzeit im Formel 1-Kalender. Zeit für eine Zwischenbilanz. Es war eine erste Saisonhälfte wie sie die Formel 1 noch nie

mehr...
Kult-Cabrios im Vergleich
Mazda MX-5 gegen Mini Cooper S Cabriolet
Chevrolet Corvette Technik
Sportwagenträume auf Corvette-Basis

924 Turbo vs. Scirocco TS
Die Volks-Sportwagen im direkten Vergleich
Sicherheit von Airbags
Welches Verfallsdatum haben Airbags?
Geschichte des Antriebs
Von Wasserdampf bis Wasserstoff

4. DGM Lauf im Offroadpark Langenaltheim
Die härteste Herausforderung der Saison
4Wheel Fun-Leserwahl
Das sind die Superstars 2009