Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Experte warnt vor Staatshilfe

GM braucht für Opel keine Staatshilfen

Opel GM Logo Foto: dpa 144 Bilder

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat erneut vor Staatshilfen für den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) gewarnt. Dieser sei wegen der Erholung seiner beiden wichtigsten Märkte China und USA im kommenden Jahr nicht auf Hilfen angewiesen.

23.11.2009

Das erklärte der Direktor des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen am Montag (23.11.). Beide Märkte wachsen dem Experten zufolge im kommenden Jahr voraussichtlich um mehr als 10 Prozent, so dass GM dort das Geld für die Opel-Sanierung verdienen könnte.

GM im Aufwind - kein Konzept für Opel

Nach der abgeschlossenen eigenen Insolvenz habe GM seinen Schuldenberg in den USA deutlich abgetragen und strebe einen erneuten Börsengang bereits im kommenden Jahr an. Nach Ansicht Dudenhöffers ist das Ziel, GM so schnell wie möglich für die Börse "aufzupeppen", wofür letztlich auch die Staatshilfen verwendet würden. Für seine europäische Tochter habe GM kein vernünftiges Konzept. Die Amerikaner hätten bereits wichtige Investitionen gestoppt. "Man versucht, auf einer Rumpfbasis mit minimalen Investitionen in die Zukunft zu gehen. Damit ist der schrittweise Niedergang der Marke Opel verbunden."

Staatshilfen führen zu Wettbewerbsverzerrungen

Dudenhöffer warnte auch vor Wettbewerbsverzerrungen zulasten der übrigen Hersteller. "Staatshilfen für Opel sind gleichbedeutend damit, dass Opel mit aggressiven Preisen seine Überkapazität in den Markt wirft und damit durch ruinösen Wettbewerb die Gewinne von VW, Ford Europa, BMW und Daimler gefährdet."

Er verwies auf das von VW angekündigte Investitionsprogramm mit einem Volumen von 25,8 Milliarden Euro. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass ein solches Unternehmen geschädigt werden solle, indem einem Konkurrenten Staatskredite gewährt werden. GM habe in den vergangenen Jahren in Deutschland keinen Cent Steuern bezahlt.

Die von verschiedenen europäischen Ländern in Aussicht gestellten Kredite und Bürgschaften sollte die Bundesrepublik aus Sicht des Auto-Professors auf dem Rechtsweg verhindern. Nach EU-Recht dürften Staatshilfen nicht dafür eingesetzt werden, in einem anderen Mitgliedsland Jobs abzubauen. Da GM für Werksschließungen Subventionen verlange, könnten zudem andere Autokonzern wie beispielsweise Fiat klagen: Der Hersteller plane Werksschließungen in Italien.

Umfrage
Soll Opel Staatshilfen erhalten?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige