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Explorer-Crash

Ford muss Millionen-Entschädigung zahlen

Foto: Ford

Eine Geschworenen-Jury in Kalifornien hat den zweitgrößten US-Autohersteller Ford nach einem Autounfall zur Zahlung von 349 Millionen Dollar an ein Unfallopfer verurteilt.

04.06.2004

Wie die Zeitung "San Diego Union-Tribune" am Freitag (4.6.) berichtete, sprachen die Geschworenen das Geld der Klägerin Benette Buell-Wilson (49) zu, die vor gut zwei Jahren auf einer Autobahn die Gewalt über ihren Ford Explorer verlor und sich mehr als 40 Mal überschlug. Sie ist seitdem gelähmt.

Die Zahlung gliedert sich in 123 Millionen Dollar Wiedergutmachung und 246 Millionen Dollar Strafe. Das Unternehmen habe gewusst, dass das Modell fehlerhaft gewesen sei, befanden die Geschworenen in San Diego. Ford bestreitet dies und kündigte Berufung an. Mehrere ähnliche Klagen wurden bereits erfolgreich abgeschmettert. Nach Angaben der Zeitung war der Fall in San Diego der erste Schuldspruch im Zusammenhang mit Klagen wegen sich überschlagender Ford Explorer.

Weil die Überschlag-Unfälle mit den Geländewagen sich in den vergangenen Jahren gehäuft haben, hat die Verkehrssicherheitsbehörde in diesem Jahr mit besonderen Tests begonnen. Ford hat den Explorer nach Einschätzung der Verbraucherzeitschrift "Consumer Reports" mit dem Modelljahrgang 2002 wesentlich verbessert.

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