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Extrem-Tour Australien: Ateco Warn Challenge

Schwer gebeutelt

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Als die Sonne am Freitagmorgen aufgeht, sind die ersten Teilnehmer längst angekommen. Sie belegen ihre Rastplätze für die nächsten Tage, treffen die Vorbereitungen für den Start und präparieren ihre Autos. Insgesamt werden 400 Offroader zur Ateco Warn Challenge erwartet – dem größten 4WD-Wettkampf Australiens im südlichen Bundesstaat Victoria.

02.06.2007 Powered by

Die erste Etappe, SS1, dient der Einstimmung. Verwilderte Wege, befestigter Untergrund, nur kleinere Felsabschnitte. Dazu enge Kehren zwischen Bäumen sowie Schlammlöcher. Auch auf den folgenden Etappen SS2 und SS3 gibt es kaum ernsthafte Hindernisse. Alle Teilnehmer erreichen das Camp vor Einbruch der Dunkelheit. Die ersten Lagerfeuer flackern auf. Einige reparieren kleinere Schäden. Andere legen die Beine hoch und genießen die Abenddämmerung. Die Vorfreude auf die schwierigeren Etappen am Samstag ist groß. Erst spät in der Nacht verstummen die Unterhaltungen.
Am nächsten Tag trennt sich die Spreu vom Weizen. An der SS5 beißen sich viele die Zähne aus: autohohe Hindernisse, knietiefe Löcher und glitschige Anstiege. Es geht quer durch die Wildnis. Auch die Navis haben Probleme. Einige versagen hier komplett.

Wer meint, gerade das Schlimmste hinter sich gelassen zu haben, muss gleich darauf noch üblere Hürden überwinden. Viele winden sich durch den Parcours, andere versuchen es mit Schwung oder purer Kraft. Guy Rayner und Andrew Stevens vom Team 63 müssen den Kampf frühzeitig beenden. Bei ihrem Hilux Single Cab, der von einem 350er- Chevy-V8 angefeuert wird, fliegt das Getriebe auseinander. Kurz vor einem meterhohen Felsvorsprung bleiben sie stehen. Andere Teams ziehen vorbei, hangeln sich mit der Seilwinde die Steigung hoch oder krachen mit Schwung drüber. Es ist ein Rennen, bei dem hart, aber fair gekämpft wird.
Der gewaltige Absatz war das letzte große Hindernis auf der Etappe. Nur noch einige kleine Kletterpartien, bis es über die Ziellinie und zur nächsten Prüfung geht – die SS6. Auf der Fahrt zu einem steilen Hang gibt dieser Abschnitt den Fahrern Gelegenheit, ihre Highspeedqualitäten unter Beweis zu stellen. Nacheinander stauben sie die Piste entlang. Dann wieder eine echte Herausforderung: eine kurze Verwindungsstrecke. Danach ragt eine zehn Meter hohe Felswand vor den Teams in den Himmel. Einige versuchen es zunächst auf die sanfte Tour, doch auf halber Strecke geht ihnen der Schwung aus. Schnell wird klar: Die einzige Möglichkeit ist, aggressiv am Gas zu bleiben. Und so schallt das Brüllen der großen V8 durch den dichten Gummibaumwald. Mit ordentlich Wheelspin greifen sie an. Hier siegt nur die reine Power. Keine Frage: Der Anstieg geht aufs Material. Es knackt und quietscht. Achsen, Differentiale und Lager – alles leidet unter dem Bleifuß der Fahrer. Viele Autos gehen in die Knie, müssen sich zeitfressend von der Winde hochziehen lassen, einige geben ganz auf. Spätestens hier zeigt die Ateco ihr wahres Gesicht: Sie kann nur von den Besten bezwungen werden.

Es folgt die SS7. Fähigkeiten im traktionslosen Gelände sind gefragt. Ein Kurs durch tiefen Schlamm, rutschige Flussläufe und glitschige Steinfelder. Echte Fahrkünstler sind im Vorteil. Wer schnell durchkommt, macht viel Zeit gut und kann früher die nächste Kletteretappe in Angriff nehmen. Dort erwartet sie ein mörderischer, haushoher Damm. Ohne Seilwinde schafft den keiner. Team 28, pilotiert von Brett Chynoweth, hat’s fast hinter sich – da reißt das Seil. Der große Nissan rutscht ­20 Meter rückwärts, überschlägt sich dreimal und knallt unten in die Bäume. Glücklicherweise steigen beide Insassen unverletzt aus. Die Teams, die oben angekommen sind, blicken auf einen reißenden Fluss, der sich durch die Landschaft schlängelt. Wie sollen die Autos da durchkommen? Manche wagen es, kämpfen sich durch die anströmenden Wassermassen, andere versuchen es erst gar nicht. Wieder reduziert sich die Teilnehmerzahl. Und die Sterberate bei den Fahrzeugen ist am Ende des Tages ziemlich hoch. Viele verarzten bis spät in die Nacht ihre geschundenen Autos.

Am nächsten Morgen um acht Uhr stehen die übrig gebliebenen Teams erneut auf Position – bereit fürs Finale. Und wieder beginnt die Action, wieder hört man das Kreischen der Big Blocks und das Scheppern von Metall. Schließlich fährt Adam Bird in seinem umgebauten Patrol GQ als Erster über die Ziellinie – natürlich außer sich vor Freude. In diesem Jahr ist er der härteste Offroader Australiens.

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