Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Extrem-Tour Indonesien: Nusantara Challenge 2008

Dschungelfieber

14 Bilder

Die Herausforderung, die vor uns liegt, soll kein Wettkampf werden. Es ist eher eine Expedition unter Zeitdruck, gegen die Mächte der Natur. Ein Offroad-Abenteuer in der Indonesischen Inselwelt, die die Einheimischen als Nusantara ­bezeichnen. Wir wollen einen Weg durch den dichten Dschungel dreier Inseln finden. Dafür haben wir zehn Tage Zeit.

12.06.2008 Powered by

Insgesamt 27 Teams aus aller Welt machen sich am 17. Januar von Sumbawa aus auf den Weg. Von der Nordküste geht es ins Innere der ersten Insel. Durch dicht bewachsene Täler und über unzählige Hügel. Schwül und warm ist die Luft. Tagelang hat es geregnet. Nur langsam kommt der Konvoi voran, windet sich hier und dort über Hindernisse und durch morastige Passagen. Als Orientierung dienen ausgewaschene Pfade der Einheimischen. Sie führen uns direkt in das Herz des Urwalds, nach Baturotok. Hier errichten wir das erste Basis­lager. Zelte werden aufgestellt, Campingkocher angeheizt und kleine Blessuren an den ­Autos geflickt. Als früh am nächsten Morgen die Sonne aufgeht, sind die meisten schon wach. Ein ­harter Tag wartet auf die Teilnehmer.

Gleich nach dem Frühstück macht sich die Gruppe auf den Weg – stößt tiefer in den Urwald vor. Riesige Bäume säumen die Strecke. Dicht drängt sich das Blattwerk über den ­Dächern. Der Pfad wird immer enger. Plötzlich versperren umgestürzte Bäume den Weg. Kreuz und quer liegen sie, ineinander verschlungen. Zu schwer, um sie mit dem Auto weg­zuziehen. Zu hoch, um drüberzufahren. Zu viele, um sie einfach zu umgehen. Ein gewaltiger Sturm muss hier gewütet haben. Mit großen Kettensägen und Seilwinden ­machen wir uns an die Arbeit. Am Ende ist auch körperliche Kraft nötig, um die riesigen Brocken aus dem Weg zu schaffen. Nur langsam kommen wir vor­wärts, arbeiten uns durch die ­hölzernen Blockaden. Ist die eine beseitigt, taucht einige hundert Meter weiter eine neue auf. Das zehrt an unseren Kräften. Justinus Sjahlim, der Organi­sator, und sein Team werden sichtlich ­nervös. Längere ­Ver­zögerungen ­haben sie nicht ­eingeplant. Heute muss noch ein großer Fluss überquert werden.
Endlich rollen die Autos wieder. Als wir den Fluss erreichen, ­stehen wir vor einem neuen ­Problem: Der Wasserstand ist zu hoch. Der reißende Strom kann nicht durchquert werden. Doch ­alle 27 Autos müssen irgendwie ans andere Ufer. Wir schlagen das Lager auf, warten auf die Nacht und hoffen, dass kein weiterer Regen fällt. Am nächsten Morgen ist der Wasserstand tatsächlich gesunken. Wir können den Fluss überqueren. Mit dem Seil abgesichert wird ein Auto nach dem anderen durch die Wassermassen geschleudert. ­Es dauert lange, doch am Ende setzen alle sicher über. Noch am Abend erreichen wir das Ufer und die Fähre nach Lombok – fast zwei Tage hinter dem Zeitplan. Den Dschungel auf der zweiten Insel durchqueren wir innerhalb von drei Tagen.

Mutter Natur legt uns keine Steine mehr in den Weg, die Route ist hier trockener. Schnell kommt der Konvoi vorwärts. Unseren Rückstand können wir aufholen. Kurz bevor wir die Fähre nach Bali ­erreichen, schlagen wir noch einmal ein Quartier auf. Viele der Teams nehmen schon jetzt Abschied. Zusammen mit 13 Autos bringen wir die 900 Kilometer lange Tour zu Ende. Ein gutes Stück quer durch den Urwald von Bali liegt noch vor uns. Dafür bleiben zwei Tage. Wir schaffen den Zeitplan und erreichen Denpasar, Balis Hauptstadt, am 27. Januar. Ohne Verluste und ohne große Schäden treten wir die Heimreise an – nach Europa oder anderswo in der Welt.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Autokredit berechnen
Anzeige