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F1-Rennwagen Toro Rosso STR7

Red Bull-Ableger wird 2012 Eigenständig

Toro Rosso STR7 Foto: xpb 23 Bilder

Beim Formel 1-Rennwagen Toro Rosso STR7 wird 2012 das Red Bull-Blau der Besitzer kleiner, das Cepsa-Rot des Hauptsponsors größer. Nur ein Zeichen für die Neuausrichtung des F1-Teams.

07.02.2012 Tobias Grüner Powered by

Für Toro Rosso beginnt eine neue Ära. Der Schritt vom Red Bull-Ableger zum technisch eigenständigen Team ist nun endlich vollzogen. Teamchef Franz Tost fasst es so zusammen. "Wir haben drei Jahre lang in Leute, Maschinen und Computer investiert. Jetzt können wir mit Stolz behaupten, dass der neue STR7 das erste Auto ist, das komplett in Faenza entwickelt und gefertigt wurde." Red Bull ist zwar weiter der Besitzer des Teams, doch die Farben der anderen Sponsoren beginnen heller zu strahlen. Insbesondere von Cepsa, dem neuen Hauptsponsor des Teams. Die Vorstellung des neuen Autos wurde aus diesem Grund halb in Englisch und halb in Spanisch abgehalten. Cepsa ist ein spanischer Mineralölkonzern der zu der Aaabar-Investmentgruppe aus Abu Dhabi gehört. Die Araber haben mit der Falcon-Bank einen weiteren Sponsor bei Toro Rosso eingeschleust. Sie halten außerdem Anteile am Mercedes-Formel 1-Team und sind der größte Einzelaktionär von Daimler-Benz.

Toro Rosso STR7 komplett neu

Der neue Toro Rosso trägt die Handschrift des alten, auch wenn praktisch kein Stein auf dem anderen blieb. Erkennungszeichen sind weiter die unten extrem eingeschnittenen Seitenkästen. Der große Einzug vermittelt den Eindruck, als hätte das Auto einen doppelten Boden. Er soll die Luft dazu zwingen, bis zum Heck eng an der Verkleidung anzuliegen und dort auf das Diffusordach zu blasen.

Auch der neue Toro Rosso hat eine Stufe auf der Nase, die optisch nicht ganz so schlimm daherkommt, weil an den Kanten zwei Höcker den abrupten Übergang abmildern. Im Gegensatz zum neuen Red Bull wurde aber kein Flügelelent zwischen die Höcker gespannt. Dass Toro Rosso beim großen Bruder keinerlei Anleihen mehr nimmt, zeigen die Kühleinlässe. Der Ferrari V8 ist in Bezug auf die Temperaturen weniger empfindlich als der Renault-Motor. Die Kühleinlässe sind schmal und relativ flach.

Beim Auspuff lässt sich allerdings eine ähnliche Philosophie wie beim Red Bull RB8 entdecken. Die Endrohre münden verdächtig nach am oberen Querlenker der Hinterachse. Die sind zu diesem Zweck extrem weit nach vorne gepfeilt. Sie scheinen im Bereich der Auspuffmündung nicht aus Karbon zu sein. Die Oberfläche ist mattschwarz. Vermutlich wurde Stahl verwendet. Das wäre nötig, wenn an den Querlenkern der Auspuffstrahl nach unten abgelenkt werden soll. Die heiße Abluft von den Kühler entweicht durch eine Öffnung rund um den Auspuff und durch Kiemen an der Seite der Getriebeverkleifung.

Neue Fahrer bei Toro Rosso

Toro Rosso tritt wie Lotus mit einer komplett neuen Fahrerbesetzung an. Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne ersetzen Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari. Die beiden Youngster stehen gleich unter Druck. Red Bull hat mit der Entlsssung der alten Fahrerpaarung gezeigt, dass man kein Seniorenheim sein will. Wer in einem Zeitraum von drei Jahren nicht zeigen kann, dass er das Zeug zu einem Spitzenfahrer hat, fliegt unweigerlich raus. Auch das Team will sich verbessern. Im letzten Jahre beendete Toro Rosso die Meisterschaft auf Platz acht. "Diesmal wollen wir mindestens Siebter werden, wenn möglich sogar Sechster."

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