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F1 Technik

BMW-Sauber im Wandel

Foto: BMW F1 12 Bilder

Stillstand ist Rückschritt lautet ein altes Motto in der Formel 1. Wie sich die Boliden über die Saison weiterentwickelt haben, zeigt jetzt BMW-Sauber Technikchef Willy Rampf am Beispiel des F1.08.

13.11.2008 Tobias Grüner Powered by

Vor der Saison mussten die Formel 1-Teams verschiedene Regeländerungen im Design und der Technik berücksichtigen. Auf den Wegfall der Traktionskontrolle reagierten die Ingenieure beispielsweise mit einem dominanten Frontflügel, der das Auto auf der Vorderachse stabilisieren sollte. Veränderungen zu Vorsaison waren auch an den großzügig dimensionierten Kühlluftkaminen und den neuen Felgenabdeckungen zu erkennen.

Flügelwildwuchs auf der Nase

Vor allem in den ersten Monaten des Jahres waren die Designer beschäftigt. Zwischen der Vorstellung im Januar bis zum ersten Rennen in Melbourne im März waren noch zahlreiche Änderungen am Chassis zu beobachten. Am deutlichsten sichtbar wurde der Entwicklungsschritt an der Fahrzeugnase: Ein großer Tomcat-Flügel verbesserte die Luftströmung um das Auto. Die BMW-Lösung wurde im Laufe der Saison auch von anderen Teams kopiert.

Verschiedene Strecken erfordern verschiedene Maßnahmen. So genießt auf den engen Straßen in Monaco Abtrieb die höchste Priorität. Willy Rampf erklärt die Änderungen im Detail: "Wir verwendeten den Frontflügel mit maximalem Abtriebspotenzial. Die modifizierten Endscheiben mit den oberen Deflektoren beeinflussten zusammen mit dem Flap insbesondere die Umströmung der Vorderreifen. Auf dem so genannten Batman vor den Hinterrädern gab es zusätzlich einen kleinen T-Flügel für mehr Abtrieb. Es kam der Heckflügel mit der steilsten Flügelstellung und maximalem Anpressdruck zum Einsatz."

Belohnung in Kanada

In Montreal feierte BMW-Sauber mit einem Doppelsieg das beste Ergebnis der Teamgeschichte. Vom technischen Blickwinkel stand die Kühlung der Bremsen und die aerodynamische effizienz im Mittelpunkt. So wurde der Nasenflügel auf der Medium-Downforce-Strecke wieder demontiert. Auch ein neuer Heckflügel kam zum Einsatz. "Unser Doppelsieg war nicht nur die Belohnung für das Rennteam an der Strecke, sondern auch für all jene Leute, die für die Entwicklung des Autos in Hinwil und München verantwortlich sind", freute sich Rampf.

Die Strecke von Monza ist das andere Extrem. Im Einsatz war ein Low-Downforce-Paket, dass nur in Italien verwendet wurde. Rampf: "Während die Tomcat-Flügel fehlten, gab es dafür zwei Zusatzflügel auf dem Monocoque, intern Manta-Rays genannt, die den Luftstrom optimal über die Motorabdeckung leiteten und damit die Wirkung des Heckflügels verbesserten. Aus Gründen des Luftwiderstands wurde auf die seitlichen Flügel auf der Motorabdeckung verzichtet." Auch der Heckflügel wurde kleiner dimensioniert und flach gestellt.

      

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