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F1-Weltmeister-Party in Heppenheim

Vettel-Feier in der Heimat

Sebastian Vettel Heppenheim 2011 Foto: dpa 13 Bilder

Der F1-Champion Sebastian Vettel wurde beim Heimatbesuch von 30.000 Fans bejubelt und bekam noch ein verlockendes Angebot.

24.10.2011 dpa Powered by

Thomas Gottschalk bot ihm als Nachfolger „Vettel, dass..?“ an, die „Söhne Mannheims“ sangen zum Abschluss „Das hat die Welt noch nicht gesehen“: Rund 30.000 Fans haben Sebastian Vettel in seiner Heimatstadt Heppenheim einen denkwürdigen Empfang bereitet.

„Das ist unglaublich“, sagte der jüngste Doppelweltmeister der Formel 1. Er könne gar nicht kapieren, „dass ihr alle wegen mir hier seid“, meinte der bestens aufgelegte Vettel. „Manchmal muss man auf Pause drücken und sich kneifen, um das selbst alles zu verstehen“, betonte er 13 Tage nach seinem Titel-Triumph.

Sebastian Vettel: WM-Party 2011 in Heppenheim 2:12 Min.

Um 16.47 Uhr heulte der Motor seines Red-Bull-Rennwagens vor der Bühne auf dem proppenvollen Europaplatz auf. Kurz ließ Vettel die Reifen richtig qualmen, ehe er auf das Showcar – sein richtiges WM-Auto kommt bereits am Freitag bei der Formel-1-Premiere in Indien wieder zum Einsatz – stieg und der Menge zujubelte. „Heute bin ich sehr aufgeregt“, gab Vettel zu. Man reise zwar durch die ganze Welt. Aber: „Zuhause ist immer was ganz anderes.“

23.000 Einwohner zählt Heppenheim, deutlich mehr waren auf den Feierplatz gekommen, wo immer wieder die berühmten überdimensionalen Vettel-Finger aus der Masse hervorstachen. Manch anderer Fan wurde noch per Video zugeschaltet.

Gottschalk grüßt aus Malibu

Als „Fanclub-Leiter Malibu“ grüßte Thomas Gottschalk. Und der Showmaster machte Vettel gleich ein verlockendes Angebot – mit einem Augenzwinkern. „Du bist nicht nur Weltmeister, du bist auch Wettmeister, weil bei dir auch Entertainmentqualitäten vorliegen“, sagte Gottschalk. Wenn Vettel also keine Lust mehr auf die Formel 1 habe, könne er ja seine Nachfolge antreten und dann „Vettel, dass..?“ übernehmen, schlug Gottschalk vor. Im Moment sei das nichts, antwortete Vettel, aber vielleicht komme er noch mal drauf zurück: „Wenn die dann noch en Hannebambel suche“, meinte Vettel, der immer mal wieder die Hepprumer Mundart plegte.

Vettel scherzte, Vettel plauderte – auch wenn ihm die Worte manchmal vor Ergriffenheit schwerer fielen. „Wenn ihr sowas zeigt, bin ich sehr gerührt und kann nicht so laut reden“, entgegnete er den „lauter, lauter“-Rufen, nachdem ihm auch noch mal das Herzschlagfinale 2010 vorgespielt worden war.

Formel 1 auf dem Feldweg

Um halb acht morgens hatte der Feiertag für Vettel bereits begonnen, berichtete der „Hepprumer Bub“. Denn auch an seinem eigentlich freien Tag konnte es Vettel nicht lassen: Kartfahren war angesagt. An einem geheim gehaltenen Ort stieg Vettel dann auf seinen Rennwagen um, über einen Feldweg ging es zum Europaplatz, wo die Fans auf den berühmtesten Sohn der Stadt warteten.

„Wenn da so viele Leute stehen und gucken einen an, das ist schon ein bisschen komisch“, sagte Vettel, der nach seiner Ankunft die Anhänger in der ersten Reihe minutenlang abgeklatscht hatte. Vergangenes Jahr sei schon der Hammer gewesen, erinnerte sich Vettel an den Empfang nach dem Gewinn seines ersten Titel. Diesmal kamen aber noch einmal mehr als doppelt so viele Fans. „Es ist wirklich schwer, das in Worte zu fassen“, meinte der 24-Jährige, der am Mittwoch in der Red-Bull-Schmiede in Milton Keynes auch schon gefeiert worden war.

„In Heppenheim wäre die Kiste besser gelaufen“

In Heppenheim, wo Vettels Familie weiterhin wohnt, sinnierte der Wahlschweizer Vettel über Trinkgewohnheiten auf Mallorca oder auch die nachbarschaftliche Rivalität zwischen Heppenheim und Bensheim. Ein Rezept für den in diesem Jahr verpassten Sieg beim Heimrennen hatte er ebenfalls parat: Hätte der Deutschland-Grand-Prix in Heppenheim stattgefunden, wo immer gutes Wetter herrsche und es 35 Grad gehabt hätte, „dann wäre die Kiste auch besser gelaufen“, meinte Vettel, nachdem es auf dem Nürburgring erschreckend kalt gewesen war.

Wo auch immer er fährt, seinen Fans wird wohl überall warm ums Herz. Wie gut, dass er sich mit den Worten verabschiedete: „Ich hoffe, dass wir im Idealfall im nächsten Jahr wieder an gleicher Stelle feiern.“

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