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Mercedes S-Klasse Cabrio Facelift

Zur IAA überarbeitet Daimler den offenen Luxusliner

Mercedes-AMG S-Klasse Cabrio Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 27 Bilder
IAA 2017

Mercedes liftet nach der S-Klasse-Limousine auch das S-Klasse Cabrio – mit neuen Außendetails, Displays und Assistenzsystemen. Den Sechszylinder gibt es aber im viersitzigen Cabrio weiterhin nicht.

05.09.2017 Uli Baumann 2 Kommentare

Seine Premiere wird das überarbeitete Mercedes S-Klasse Cabrio auf der IAA in Frankfurt feiern. Wie schon die S-Klasse-Limousine bekommt auch das Cabrio einen neu gestalteten Kühlergrill und die neuen LED-Multibeam-Scheinwerfer, Frontschürzen mit verchromtem Frontsplitter und größeren Lufteinlässen. Außerdem neu: anders gestaltete Seitenschweller verchromte Doppelendrohrblenden in V12-Optik.

Die AMG Line bekommt zudem eine neue Front- und Heckschürze. Vorne fallen vor allem die dreidimensional ausgeformten und großen Lufteinlässe inklusive je zwei verchromter Finnen auf.

Alle Modelle haben jetzt OLED-Heckleuchten („organic light emitting diode“). Dabei werden hauchdünne Schichten aus organischen Materialien auf eine Glasplatte aufgedruckt und zum Leuchten gebracht. Die insgesamt 66 ultraflachen OLED sollen innerhalb der Heckleuchte wie schwebende Elemente wirken. Die OLED begleiten das Ent- und Verriegeln des Fahrzeuges mit dynamischen Lichtsequenzen mit anschließendem Hochdimmen des Schlusslichts – ein kleines Spektakel.

Erweitertes Angebot an Assistenzsystemen

Mercedes S-Klasse Coupé und Cabrio und AMG
1:31 Min.

Natürlich profitiert auch das Cabrio vom überarbeiteten Angebot an Assistenzsystemen aus der S-Klasse-Limousine. Der Aktive Abstands-Assistent (Distronic) und der Aktive Lenk-Assistent unterstützen sollen den Fahrer beim Abstandhalten und Lenken jetzt noch komfortabler unterstützen; die Geschwindigkeit wird nun beispielsweise in Kurven, vor Kreuzungen oder Kreisverkehren automatisch angepasst. Dafür nutzt beispielsweise der Aktive Abstands-Assistent erheblich mehr Karten- und Navigationsdaten als bisher. Er arbeitet im Tempobereich von 0 bis maximal 210 km/h und hält dabei nicht nur den Abstand zum Vorausfahrenden, sondern fährt auch abseits der Autobahn jetzt deutlich öfter automatisiert. Auch der aktive Spurwechsel-Assistent wird verbessert: Künftig reicht ein Antippen des Blinkerhebels, um die S-Klasse zum Spurwechsel zu animieren, wenn die Nebenspur frei ist.

Darüber hinaus unterstützt die offene S-Klasse ihren Fahrer künftig mit folgenden Assistenzsystemen:

  • Verkehrszeichen-Assistent: Durch Bilderkennung und Informationen der digitalen Straßenkarte des Navigationssystems werden die zulässige Höchstgeschwindigkeit und eventuell gültige Überholverbote für den aktuellen Streckenabschnitt angezeigt. Die gefahrene Geschwindigkeit wird mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verglichen. Bei entsprechender Einstellung durch den Fahrer wird die Überschreitung durch eine optisch/optisch-akustische Warnmeldung signalisiert. Zusätzlich werden Einfahrverbote erkannt. Weiterhin erfolgt eine Warnung vor erkannten Personen im Bereich von Zebrastreifen.
  • Der Remote Park-Assistent ermöglicht dem Fahrer, in Abhängigkeit von der jeweils geltenden Straßenverkehrsordnung, das Fahrzeug bei engen Parklücken oder Garagen via Smartphone von außen so zu rangieren, dass ein einfaches Ein- und Aussteigen möglich ist. Das Fahrzeug kann dabei vorwärts und rückwärts in Längs- und Querparklücken eingeparkt werden. Ausparken aus Querparklücken ist ebenfalls möglich, z.B. falls das Fahrzeug nach Rückkehr des Fahrers zugeparkt wurde. Im Explore-Modus kann das Fahrzeug bis zu fünfzehn Meter vorwärts oder rückwärts geradeaus manövriert werden und dabei an erkannten Hindernissen mit geringen Lenkkorrekturen vorbeifahren.
  • Das Magic Body Control-Fahrwerk wird um die Curve-Funktion erweitert. Damit erkennen die Kameras nicht nur nahende Bodenwellen, sondern auch Kurven und neigt die Karosserie um bis zu 2,65° zum Kurveninneren.

Nur V8 oder V12 fürs Cabrio

Auf der Antriebsseite greifen beim Cabrio die gleichen Veränderungen wie bei der Limousine. Der Vierliter-Biturbo-V8 mit Zylinderabschaltung im S 560 leistet 469 PS und 700 Nm. Im S 63 AMG ersetzt der Vierliter-V8-Biturbo mit 612 PS den alten 5,5-Liter-Achtzylinder. Neu in die AMG-S-Klasse rutscht damit auch die Neungangautomatik (9-G-Tronic). Topmodell bleibt der S65AMG mit 630 PS und 1.000 Nm. Der 3,0-Liter-Turbo aus dem S 450 bleibt dem Cabrio auch weiterhin vorenthalten.

Interieur mit neuen Displays und neuer Optik

Drei neue Zierelemente (Holz Wurzelnuss braun glänzend, Holz Esche grau seidenmatt und designo Holz Magnolie flowing lines) sowie drei neue Polsterungen (designo Leder Exklusiv Nappa AMG Line Plus porzellan/tizianrot, designo Leder Exklusiv Nappa porzellan/tizianrot und designo Leder Exklusiv Nappa AMG Line Plus bengalrot/schwarz) kennzeichnen den neuen Modelljahrgang innen.

Am auffälligsten sind aber die beiden neuen, hochauflösenden und brillanten Displays mit jeweils 12,3 Zoll Bilddiagonale. Optisch verschmelzen sie unter einem gemeinsamen Deckglas zu einem so genannten Widescreen-Cockpit.

Virtuelle Instrumente informieren den Fahrer in seinem direkten Blickfeld, ein
Zentraldisplay über der Mittelkonsole ergänzt sie. Das volldigitale Cockpit beherrscht drei
unterschiedliche Stile „Klassisch“, „Sportlich“ und „Progressiv“. Im Kombiinstrument kann sich der Fahrer nun neben einem bestimmten Menüinhalt, beispielsweise Reisedaten oder Verbrauchswerten, auch zusätzlich die Navigation oder die Eco-Anzeige anzeigen lassen.

Bedienung per Touch, Wisch, oder Sprachsteuerung

Beide Modelle haben berührungssensitive Touch Control Buttons im Lenkrad, die wie die Oberfläche eines Smartphones auf Wischbewegungen reagieren. Das soll erlauben, die Funktionen des Kombiinstruments und des gesamten Infotainments zu steuern, ohne dass der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen muss. Neu ist auch die Bedienung von Distronic und Tempomat über Bedienelemente direkt am Lenkrad.Zusätzlich lässt sich das Infotainmentsystem über das Touchpad mit Controller in der Mittelkonsole oder die Sprachsteuerung bedienen.

Wer gar nicht mehr weiter weiß, dem hilft vielleicht der neue Concierge Service: Mercedes me connect Kunden können damit in Restaurants reservieren, touristische Routentipps erhalten, Hinweise auf kulturelle und sportliche Events bekommen oder Navigationsziele direkt ans Fahrzeug gesendet kriegen.

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Neuester Kommentar

Momentan konkurrenzloses Super-Cabriolet. Facelift nach so kurzer Zeit nicht notwendig, wichtiger die neuen Reihensechszylinder als Abrundung nach unten.

alexanderhaydn 16. Februar 2017, 17:31 Uhr
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