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Fahrradi Farfalla FFX

Weltpremiere für das Ferrari-Fahrrad

 Fahrradi FXX Foto: Johannes Langeder 18 Bilder

Wenn am 24.3. der Fahrradi Farfalla FXX seine Weltpremiere im Lentos Museum of Art im österreichischen Linz feiert, ist die Auto- und Kunstwelt um einen weiteren Leichtbaurenner reicher.

10.05.2012 Holger Wittich

Nicht nur Ferrari selbst hat sich das Thema Leichtbau auf die Fahnen geschrieben, der Künstler Johannes Langeder geht einen radikaleren Schritt weiter. Der Österreicher setzt auf Muskelkraft, schmale Räder und typisch italienisches Design. Jede Ähnlichkeit zu einem bestehenden Modell aus dem Hause des italienischen Autobauers negiert Langeder obwohl das Design und auch die Modellbezeichnung frappierend einem 700 PS starken Sportwagenmodell ähneln.

Fahrradi Farfalla FFX 3:24 Min.

"Im Unterschied zu Ferdinand stellt der Fahrradi aber keine Kopie eines bestehenden Automodells dar, sondern die Annahme eines zukünftigen Topmodells einer real existierenden Automarke. Die äußere Form des Fahrzeugs entstand so einerseits über Recherchen im Internet zu verschiedenen realen und fiktiven Designideen wie dieses Fahrzeug aussehen könnte, andererseits aber auch einer eigenen Vorstellung des Designs und nicht zuletzt einer gehörigen Portion Hellseherei."

Fahrradi FXX Farfalla mit schlagenden Flügeln

Bereits vor einigen Jahren hatte Langeder mit dem Ferdinand GT3 RS ein pedalbetriebenen Sportwagen auf die Räder gestellt. Jetzt wurde mit dem Fahrradi FXX Farfalla (Schmetterling) das Tretmobil um eine technische Innovation reicher. Über ein Umlenkgetriebe an der Hinterachse werden die beiden Flügeltüren während der Fahrt in Bewegung gesetzt. Dies soll, so Langeder, den Flügelschlag eines Schmetterlings ähnlich sein und ein Abheben den Modells erlauben. Auch die Innenbelüftung werde durch diese Technik verbessert. Schließlich gelingt es ihm den spektakulären Tunnelwand-Stunt von Michael Schumacher anläßlich der Premiere des Mercedes SLS AMG nachzustellen.

Um das Modell noch aber weiter zu entschleunigen, wurde die Getriebeübersetzung im Vergleich zum Ferdinand GT3 RS vergrößert, wodurch der „Fahrradi“ eine „erstzunehmende Konkurrenz für Fußgänger“ darstellt. Dank 200 LED-Leuchten ist der Pedalo-Ferrari auch nachts noch gut zu erkennen.

Langeders Überraschungsangriff

Andrea van der Straeten ist Künstlerin und Professorin an der Kunstuniversität Linz und schreibt über den Fahrradi: "Kaum ein Objekt wurde seither aber so zum Fetisch wie das Auto und dient als Distinktionsmedium zwischen Macht und Ohnmacht, Arm und Reich. Diskussionen über CO2 Belastung und Feinstaub ändern nichts daran, dass das Auto auch heute noch größte Begehrlichkeit auslöst. Da erscheint es fast zwangsläufig, dass aus der Linzer Werkstatt von Johannes Langeder nun ein weiteres automobiles Modell der Öffentlichkeit vorgestellt wird, nachdem das erste, der schon legendäre Ferdinand GT3 RS so außerordentlich erfolgreich war."

"Johannes Langeder entlässt seine Fahrzeuge stets in den realen Verkehr, aber statt mit dem erwarteten sonoren Motorengeräusch setzen sie sich lautlos und mit der schwerelosen Eleganz eines Schmetterlings in Bewegung. Es ist dieser Überraschungsangriff auf bestehende Wahrnehmungsmuster, das täuschende Spiel um Köder und Beute, Tarnung und Entdeckung, was die Automobil-Objekte des Künstlers so erfolgreich macht, dass sie das Interesse unterschiedlichster Öffentlichkeiten auf sich ziehen und sowohl in einem Herrenmagazin in Malaysia als auch einer deutschen Kultursendung, in einer New Yorker Schulbuchbeilage oder im britischen TopGear erscheinen können", so Straeten weiter.

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