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Fahrschul-Affäre

Ermittlungen wegen Bestechung beim TÜV Nord

Foto: dpa 10 Bilder

Der TÜV Nord und mehrere Fahrschulen sollen laut Staatsanwaltschaft in einen Bestechungsskandal verwickelt sein. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen eine TÜV-Mitarbeiterin und zahlreiche niedersächsische Fahrlehrer.

20.01.2010

Das berichtet die "Bild"-Zeitung in Hannover. Die Polizei habe am Dienstag (19.1.) Räume der TÜV-Zentrale in Hannover und etwa zehn weitere Gebäude durchsucht - unter anderem in Hildesheim. Die Verdächtigen sollen ausländischen Fahrschülern zum Führerschein verholfen haben.

Staatsanwalt ermittelt in 350 Fällen

Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel sagte der Zeitung: "Nach unseren Erkenntnissen sollen die Verdächtigten dafür etwa 700 Euro pro Person kassiert haben. Wir ermitteln in 350 Fällen." Es gehe um Bestechung, Falschbeurteilung und Verstoß gegen das Urhebergesetz. Die TÜV-Mitarbeiterin steht im Verdacht, Fahrlehrern streng geheime Prüfungsfragen mit Übersetzung zugeleitet zu haben, die sie dann an ausländische Fahrschüler weitergaben.
 
Vor etwa einem Jahr waren in Göttingen ein TÜV-Mitarbeiter und ein Fahrlehrer zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden, weil sie brasilianischen Bundesliga-Fußballern illegal deutsche Führerscheine besorgt hatten.

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