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Fahrschul-Wahl

Vertrauenssache

Foto: dpa

Ob der Weg zum Führerschein mit unnötigen Problemen gepflastert ist, hängt nicht zuletzt von der Wahl der Fahrschule ab. Dabei lohnt es sich, im Vorfeld auf bestimmte Qualitätsmerkmale zu achten.

18.09.2008

Woran erkennt man eine gute Fahrschule? Unter anderem an zufriedenen Kunden. Deshalb sind Erfahrungen von Freunden und Bekannten eine wichtige Informationsquelle bei der Vorauswahl. Herrscht in der Fahrschule eine angenehme Atmosphäre, wirken Unterrichtsräume und Fahrzeuge gepflegt? Sind die Fahrlehrer kompetent, freundlich und geduldig? Auch die Lage und Erreichbarkeit der Unterrichtsräume sollte nicht unterschätzt werden, da der Theorieunterricht meist abends stattfindet.

Schriftlicher Ausbildungsvertrag ist Pflicht

Bevor man sich für eine Ausbildungsstätte entscheidet, sollte man sich bei der Fahrschule beraten lassen - am besten vor Ort. Ein wichtiger Punkt sind die Kosten, die neben den Gebühren für Behörden und Prüforganisationen anfallen. Sie sollten genau aufgeschlüsselt und in einem schriftlichen Ausbildungsvertrag festgehalten werden. Die Fahrschule muss den Grundbetrag nennen sowie die Preise für Fahrstunde, Sonderfahrten und die Vorstellung für die theoretische und praktische Prüfung. Mit dem Grundbetrag müssen alle Kosten für Fahrschulverwaltung und Theorie-Unterricht abgedeckt sein. Falls darüber hinaus weitere Kosten entstehen können - etwa für zusätzlichen Theorieunterricht, falls die Prüfung nicht bestanden wurde - sollte darauf hingewiesen werden. Pauschalpreise für die komplette Führerschein-Ausbildung sind dagegen gesetzlich untersagt.

Kostenlose Schnupperstunde sollte möglich sein

Die Qualität des theoretischen Unterrichts und die pädagogischen Fähigkeiten des Fahrlehrers lassen sich am besten in einer kostenlosen Schnupperstunde beurteilen - falls die Fahrschule diese Möglichkeit vor Vertragsabschluss anbietet. Ein nachvollziehbarer Ausbildungsplan ist ebenso wichtig wie ein interessant gestalteter Unterricht, der auch moderne DVD- oder PC-Lernsystemen nutzt. Außerdem ist es von Vorteil, wenn der Theorieunterricht nicht nur einmal pro Woche stattfindet.

Für den praktischen Teil der Ausbildung sollte sichergestellt sein, dass alle Fahrstunden beim gleichen Lehrer und auf dem gleichen Fahrzeugmodell absolviert werden können. Zudem wäre wichtig zu wissen, ob der Fahrschüler Einblick in den praktischen Ausbildungsplan erhält und ob der Fahrlehrer über jede Fahrstunde Aufzeichnungen führt, in die der Schüler auch Einblick bekommt. Denn der Stand der Ausbildung und die Defizite, die noch zu bewältigen sind, sollten jederzeit nachvollziehbar sein.

Fahrschul-Qualität: Es gibt kein Gütesiegel

Eine gute Fahrschule schickt ihre Schüler auch nicht unvorbereitet in die Prüfung. Rechtzeitig durchgeführte Tests in Theorie und Praxis zeigen auf, ob die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten für ein positives Prüfungsergebnis ausreichen. Wenn es dann tatsächlich soweit ist, sollte der Schüler von dem Fahrlehrer bei der Prüfung begleitet werden, bei dem er die Ausbildung absolviert hat.

Alles eine Selbstverständlichkeit? Vielleicht, aber vorher Nachfragen schützt vor unliebsamen Überraschungen. Genauso wie die Skepsis gegenüber niedrigen Durchfallquoten, die nicht aus objektiven Quellen stammen. Ein Gütesiegel, dass die Qualität der Ausbildung einer Fahrschule bestätigt, gibt es derzeit noch nicht.

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