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Fahrzeugfinanzierungen

Den Preisvorteil im Blick

Barkauf, Symbolbild Foto: ams 22 Bilder

Neben Tageszulassungen bieten die Marken noch günstige Finanzierungen an und kombinieren diese mit subventionierten Service-Paketen. Was bringen diese Rundum-sorglos-Angebote, und mit welchen Offerten halten freie Banken dagegen?

25.03.2015 Henning Busse

Das neue Jahr beginnt so, wie das alte aufhörte: Autofahrer, die nach einem Neuwagen suchen, werden mit attraktiven Angeboten überschüttet. Was bleibt der Branche auch anderes übrig in Anbetracht der Marktsituation? Schließlich verliert der Privatkundenbereich immer weiter an Boden. Um Interessenten in die Schauräume zu locken, muss die Branche derzeit tief in die Trickkiste greifen.

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Ratgeber Fahrzeugfinanzierungen
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Kräftig sparen bei VW und Kia

Tageszulassungen mit hohen Barzahler-Rabatten sind da nur ein Mittel. Hersteller und Handel schnüren derzeit immer öfter auch Angebote, die aus einer günstigen Finanzierung, einem Wartungsvertrag, einer Garantieverlängerung oder einer subventionierten Versicherungspolice bestehen. Was diese Offerten bringen, lässt sich aber nicht auf den ersten Blick erkennen. Hier muss der Interessent genau nachrechnen.

Wer zum Beispiel beim Kauf eines VW Golf das Club- und Lounge-Paket bestellt, spart allein bei der 1,9-Prozent-Finanzierung über 48 Monate bis zu 3.000 Euro an Zinsen. Denn im Schnitt liegen die Kreditkonditionen zurzeit bei 5,9 Prozent. Hinzu kommen noch der Wartungsvertrag, die Garantieverlängerung sowie die Kfz-Vollkasko – macht mehr als 2.400 Euro. Unter dem Strich spart der Kunde über 5.000 Euro. Bei einem Golf 1,4 TSI entspricht das einem Preisvorteil von etwa 21 Prozent.

In Verbindung mit dem Sondermodell Lounge steigt der Vorteil sogar bis auf 32 Prozent. Ähnlich gut sieht es bei Kia aus, wo es eine 0,77-Prozent-Finanzierung, eine Garantieverlängerung auf sieben Jahre, einen Wartungsvertrag und das kostenlose Navigationskarten-Update gibt. Beim Carens spart der Kunde so mehr als 6.000 Euro, was am Ende 27 Prozent Preisvorteil ausmacht.

Angebote genau studieren

Das zeigt, dass Rundum-sorglos-Pakete interessante Angebote sind. Allerdings sollten Autofahrer vor Vertragsabschluss genau die Bedingungen studieren. Um Raten zu drücken, können Anzahlungen von über 30 Prozent anfallen, was eindeutig zu hoch ist. Deshalb niemals blind der Monatsrate in der Werbung vertrauen.

Darüber hinaus sorgt auch die Wahl der Finanzierung für geringe monatliche Belastungen. Soll der günstige Drei-Wege-Kredit gewählt werden, ist darauf zu achten, dass er nicht mit dem ähnlichen Ballonkredit verwechselt wird – hier gibt es nicht die Autorückgabe-Option am Vertragsende. In diesem Fall muss der Kunde die Schlussrate berappen, und die kann es in sich haben: Rund 50 Prozent des Neuwagenpreises sind möglich. Das Rundum-sorglos-Paket mutiert dann schnell zum Albtraum.

Das kann es auch, wenn es sich bei der Finanzierung um ein Leasingvertrag handelt, der mit günstigen Raten lockt. Denn bei der Restwertvariante haftet der Kunde für den Wertverlust des Fahrzeugs – eine heikle Angelegenheit. Wenn Leasing, dann bitte mit Kilometerabrechnung. Das ist zwar teurer, aber hier trägt nicht der Autofahrer das Restwertrisiko, sondern der Leasinggeber. Basis ist die Fahrleistung, die man aus Erfahrung gut einschätzen können sollte.

Schnäppchen dank freier Banken

Viele Autofahrer bevorzugen allerdings statt solcher Finanzierungsmodelle das klassische Darlehen, das sich jedoch häufig mit den Herstelleraktionen nicht kombinieren lässt. An dieser Stelle versuchen nun die unabhängigen Banken zu punkten. Schon seit geraumer Zeit üben sie Druck auf die Autobanken aus und werben mittlerweile mit konkurrenzfähigen Angeboten beim Ratenkredit.

Mit dem freien Darlehen ist ein Schnäppchen drin, wenn der Händler einen Sonderzins bietet, aber mit weiteren Rabatten geizt. Der Kunde tritt dann als Barzahler auf, was noch immer oft mit höheren Rabatten belohnt wird. So schlägt bereits ein Hausbank-Angebot mit 6,9 Prozent Effektivzins (48 Monate) ein Autobank-Darlehen zu 1,9 Prozent, wenn der Nachlass mindestens neun Prozent beträgt.

Aber nicht immer profitieren Autokäufer vom freien Darlehen. Bei einigen Banken entscheidet eine Bonitätsprüfung über die Konditionen. Hat das Institut etwas an der Kreditwürdigkeit auszusetzen, steigen die Kosten zum Teil erheblich. Bei der Credit Europe Bank beispielsweise reicht die Spanne beim Zins von 4,5 bis 11,95 Prozent.

Meinung

Ohne Fleiß kein Preis

Einige Hersteller und Importeure verstehen es, mit immer neuen Service-Paketen attraktive Angebote zu schnüren. Doch mit ihrer Kreativität überfordern sie manchen Autofahrer. Denn der muss sich beim Nachrechnen und Vergleichen mächtig anstrengen, wenn er wissen will, was das Rundum-sorglos-Paket überhaupt bringt. Eine klare Ansage zum Nachlass würde bestimmt mehr Kunden in die Autohäuser locken. Bei den Tageszulassungen wird die konkrete Ersparnis ja auch oft genannt.

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