Familienautos bis 20.000 Euro: Mehr als nützliche Transportmittel

Familie, Rückbank

Mit Kindern kann man eigentlich nie genug Platz haben - das gilt für die Wohnung ebenso wie für das Auto. Doch ein großzügiges Raumangebot ist nur eines von mehreren Kriterien, die ein gutes Familienauto ausmachen. Wir stellen in einer dreiteiligen Serie alle Modelle vor, die bei der diesjährigen Leserwahl "Familienauto des Jahres 2012" antreten. Den Anfang machen die Modelle mit einem Basispreis bis 20.000 Euro.

Der Preis ist nur ein Kriterium, denn Familienautos müssen vor allem sicher, geräumig und praktisch sein. Nach  unserer Definition gehört dazu auch, dass ESP zumindest gegen Aufpreis lieferbar ist, was allerdings nur noch in der Preisklasse bis 15.000 Euro zum Tragen kommt.

Bei teureren Modellen zählt der elektronische Schleuderschutz mittlerweile zum Serienumfang. Für neu auf den Markt gebrachte Fahrzeuge ist ESP seit November ohnehin Pflicht. Isofix-Halterungen für Kindersitze und ein abschaltbarer Beifahrerairbag, damit ein Säugling in einer Babyschale bei einem Unfall nicht durch den auslösenden Luftsack verletzt wird, sind mittlerweile selbstverständlich.

Zwei Extra-Sitzplätze werten Familienauto auf

Auch an den Gepäckraum stellen Familien besondere Anforderungen. Er muss ein ausreichend großes Stauvolumen bieten (mindestens 400 Liter) und darüber hinaus leicht zu beladen und flexibel erweiterbar sein. Eine umlegbare Rückbank ist deshalb Pflicht, besser noch zweigeteilt und im Idealfall einzeln verschiebbar - wer will schon beim Großeinkauf im Supermarkt, beim Besuch im Möbelhaus oder beim Urlaubsgepäck unnötigen Ärger mit seinen Lieben riskieren, wenn nicht alles Gewünschte seinen Platz im Auto findet? Großfamilien schätzen es zudem, wenn für den sonntäglichen Familienausflug mit Oma und Opa zwei weitere Sitzplätze hervorgezaubert werden können, die im Alltag flach im Ladeboden verschwinden.

Obwohl auch manch große Limousine die wichtigsten Kriterien eines Familienautos erfüllt, haben wir uns dafür entschieden, nur die geräumigste Karosserieform einer Baureihe in die Übersicht aufzunehmen - und das ist ohne Zweifel der Kombi. Mit ähnlichen Eigenschaften haben sich neben Vans und Hochdachkombis zunehmend auch SUV ab der Größe eines VW Tiguan oder Skoda Yeti als Familienautos etabliert. Allerdings sind die soften Offroader selten ein preisgünstiges Vergnügen: In nennenswerter Zahl sind sie erst in den Segmenten oberhalb von 20.000 Euro anzutreffen.

Von Nutzfahrzeugen abgeleitete Hochdachkombis wie VW Caddy, Renault Kangoo & Co., die bei Familien mit praktischen Schiebetüren punkten, zielen auf kostenbewusste Käufer und tummeln sich bevorzugt in den unteren Preisregionen. Überall vertreten sind hingegen die klassischen Kombis, ob als Skoda Fabia für unter 15.000 Euro oder als Mercedes E-Klasse ab 40.000 Euro.

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Peter Wolkenstein

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