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Farben-Zauber

Foto: Götz von Sternenfels 10 Bilder

Kleine Lackschäden sind ärgerlich. Ihre Beseitigung kostet Zeit und Geld. Immerhin bleiben oft keine Spuren zurück, wenn gut gearbeitet wird.

13.01.2007 Thomas Wirth Powered by

Das Szenario ist bekannt. Und immer wieder ärgerlich. Von Türkanten, die gegen Mauern schlugen, platzt Lack ebenso ab wie im Frontbereich, der sich dem Stakkato heranfliegender Steinchen stellen muss.

Dagegen lässt sich nicht viel tun. Es ist der Preis für den Einsatz, ein Zins auf den Fahrspaß, den ein Klassiker bietet. Die kleinen Fehlstellen können schnell die Freude trüben, wenn in Erinnerung gerät, welchen Aufwand der Lackierer betrieben hat. Für viel Geld, versteht sich: Komplettlackierungen kosten heute schnell Summen im fünfstelligen Bereich. Auf der anderen Seite befriedigt eine Schnellreparatur nach der Do-it-yourself-Anleitung, wie sie auf Lackstiften zu lesen ist, anspruchsvolle Auto-Liebhaber kaum.

Muss sie auch nicht: Es gibt weitaus feinere Methoden. Sie gelingen bei Uni-Lacken meist mit guten Ergebnissen ,problematisch sind dagegen Metallic-Töne – besonders Silber gilt als tückisch. Zunächst steht die Analyse des Schadens auf dem Plan. Feine Kratzer oder kleine, punktuelle Schäden erfordern nicht unbedingt den Einsatz von Spachtelmasse. Beide können nach und nach allein mit Grundierung und Lack aufgebaut werden.

Aufbau mit Spachtel

Wenn die Schadenstelle großflächiger ausfällt, macht ein Aufbau mit Spachtel Sinn. Das gilt auch für partiellabgeplatzten Lack an Tür- und sonstigen Kanten. Erst mit Polyesterspachtel als Füllmaterial lassen sich diese Bereiche dauerhaft und optisch überzeugend reparieren. Neben der richtigen Technik spielt das gewählte Material eine wichtige Rolle.

So sollte nur qualitativ hochwertiger Feinspachtel zum Einsatz kommen, der einen homogenen, blasenfreien Auftrag garantiert. Er sollte nicht überlagert sein und mit Härter im richtigen Verhältnis angemischt werden –meist neigen Unerfahrene dazu, deutlich mehr als die vorgegebene Menge von zwei bis vier Prozent der roten Paste zuzugeben. Dann härtet die Spachtelmasse zu schnell aus. Auch bei der Wahl des Lacks ist Qualität ein wichtiges Kriterium.

Es sollte sich möglichst um ein Zwei-Komponenten-Material handeln, also ein Lack, der vor der Anwendung mit Härter vermischt werden muss. Mit Verdünner kann der Anwender die Viskosität des Lacks zum Spritzen oder Tupfen passend einstellen. Wer zu Einkomponentenmaterial greift, wie es beispielsweise in den handelsüblichen Sprühdosen zu haben ist, wird sich über Vorteile in der Handhabung freuen.

Airbrush-Pistolen haben sich bewährt

Allerdings lassen sich diese Lacke später schlechter schleifen und polieren. Beim Auftrag des Lacks haben sich Airbrush-Pistolen bewährt. Sie garantieren feine, gleichmäßige Farbschichten, die in mehreren Arbeitsgängen aufgebracht werden müssen. Letztlich gelingt die Arbeit aber auch mit einem Pinsel.

Nur fällt dann mehr Nacharbeit durch Schleifen und Polieren an. Das gilt besonders bei größeren Schäden. Selbst beim Schleifpapier greifen Lackprofis nicht ins nächste Baumarkt-Regal, sondern schwören auf hochwertige Fabrikate wie Nikken. Diese Nassschleifpapiere aus Japan sind in 500er-Schritten bis zu einer Körnung von 3000 erhältlich und bieten beste Voraussetzung beim gefühlvollen Schleifen.

Vorsichtig lassen sich so die reparierten Bereiche Stufe um Stufe glätten. Finishing-Profis greifen beim Nassschleifen zu destilliertem, mit Spülmittel versetztem Wasser. Dadurch sinkt der Reibwiderstand – das Schleifbild fällt optimal aus. Auf dieser Basis gelingt die letzte Stufe, das Hochziehen des Glanzes mit Politur, ohne Probleme.

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