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Faszination Sportuhren

Robuste Begleiter für alles: Sportuhren

TAG Heuer F1 Calibre 15 Foto: TAG Heuer 12 Bilder

Seit Jahren das gefragteste Segment im Uhrenbereich: Sportuhren, die alles mitmachen und auch nach einem Tauchgang im Meer, ­einem Looping im Doppeldecker oder einer schnellen Runde auf der Nordschleife noch präzise die Zeit anzeigen.

14.03.2016 Hans-Jörg Götzl

Ebenso wie Automobile sagen Uhren am Handgelenk viel über deren Besitzer aus: über ihren Lebensstil, ihren Geschmack, ihre Vorlieben und nicht zuletzt auch über ihre gesellschaftliche Stellung - oder Wunschvorstellung, auch das kommt gelegentlich vor.

Der Fahrer eines eleganten Jaguar trägt daher zu seinem Tweed-Sakko passend gerne eine flache Dreizeigeruhr mit Goldgehäuse, je nach persönlichem Alter und um des Understatements willen auch aus Weißgold. Wer einen Geländewagen fährt, womöglich gar einen ernst zu nehmenden wie einen Land Rover Defender oder ein Mercedes G-Modell, der schnallt sich lieber eine Sportuhr mit Stahlband oder robustem Lederriemen an den Arm. Man will schließlich für alle Eventualitäten gerüstet sein.

Auf alles vorbereitet

Denn darum geht es natürlich bei Autos wie bei Uhren: Man könnte, wenn man wollte. In der Stadt mag der Defender etwas überkandidelt wirken, aber wenn es sein muss, könnte sein Eigner auch auf der Direttissima nach Daressalam brummen. Und der Ferrari fühlt sich im Stadtverkehr vielleicht an wie ein Raubtier im Käfig, doch sein Fahrer könnte jederzeit zum Nürburgring eilen und dort ein paar schnelle Runden auf der Nordschleife hinlegen.

IWC Fliegerchrono SoldatFoto: IWC
IWC Fliegerchrono Soldat

Sportuhren versprechen im Grunde das Gleiche - und halten es auch. Die meisten entstammen einer sehr alten Modellfamilie und wurden ursprünglich genau für einen Einsatzbereich entwickelt. Ihre Träger wiederum mussten sich darauf verlassen können, dass die Uhren unter allen Umständen funktionieren, weil im Zweifel ihr Leben davon abhing.

Im Prinzip reicht die Geschichte der Sportuhr zurück bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs, als man begann, die Uhren nicht mehr in der Tasche, sondern am Handgelenk zu tragen. Dafür waren vor allem die empfindlichen Gläser nicht geeignet, die man mit Gittern davor zu schützen versuchte. Auf einen genialen Dreh kam 1931 die Firma Jaeger-LeCoultre mit der für Polospieler entwickelten Reverso, deren Gehäuse sich um 180 Grad wenden lässt, um Zifferblatt und Glas vor Schlägen zu bewahren.

Breitling Navitimer B01Foto: Breitling
Breitling Navitimer B01

Schon vier Jahre zuvor hatte Rolex die Wasserdichtigkeit der ersten Oyster bewiesen, als die Britin Mercedes Gleitze damit durch den Ärmelkanal schwamm. Im Zweiten Weltkrieg war es dann die heutige Kultmarke Panerai, die spezielle Uhren für Kampftaucher entwickelte mit großen Gehäusen und nachtleuchtenden Zifferblättern, die auch im trüben Wasser gut ablesbar waren.

Klares Design

Möglichst gut ablesbar, vor allem bei Nacht, mussten auch die Fliegeruhren im Krieg sein. Ihre Zifferblätter wurden daher sehr klar und sachlich gestaltet sowie Indizes und Zeiger großzügig mit Leuchtmasse versehen, damit der Pilot auf einen Blick die Zeit sekundengenau erfassen konnte. Abweichungen konnten sonst dazu führen, dass der Vogel vom Kurs abkam.

Nach dem Krieg entwickelte vor allem Rolex das Konzept der Tool Watch konsequent für verschiedenste Bereiche: die Explorer, 1953 als erste auf dem Mount Everest, für Entdecker und Abenteurer, die Submariner, die Mutter aller Taucheruhren, und die GMT für Profi-Flieger.

Heute lassen sich alle Sportuhren in die drei Bereiche Taucher- und Fliegeruhren sowie Sport-Chronographen gliedern, wobei es viele Mischformen gibt. Im Unterschied zur Golduhr ist man mit damit bei jeder Gelegenheit gut angezogen: Seit „James Bond jagt Dr. No“ von 1962 wissen wir, dass selbst eine Taucheruhr vorzüglich zum feinen Anzug passt.

Panerai SubmersibleFoto: Panerai
Panerai Submersible

So erkennen Sie eine gute Sportuhr

  • Gehäuse aus hochwertigem Stahl oder, seltener, zähem Titan. Gold ist als Gehäusematerial für eine Sportuhr zu weich
  • Großzügig dimensionierte Bandanstöße mit Stahlband oder kräftigem Lederband, Lederband idealerweise verschraubt
  • Kräftiger Kronenschutz
  • Verschraubte Krone und verschraubter Boden, idealerweise mit Vollgewinde
  • Wasserdichtigkeit mindestens 100 Meter
  • Bei Taucheruhren drehbare, satt einrastende Lünette, nur nach links drehbar
  • Robustes, nicht zu flaches Uhrwerk, Unruhe am besten nicht per Kloben, sondern mit einer Brücke gelagert
  • Aufgeräumtes, klar gezeichnetes Zifferblatt, Leuchtzeiger und Leuchtziffern
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