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Federal Mogul

Autozulieferer droht Arbeitskampf

Foto: dpa

Dem Autozulieferer Federal Mogul in Wiesbaden droht wegen geplanter Entlassungen ein Arbeitskampf. Die IG Metall habe eine Urabstimmung eingeleitet, berichtete der Bevollmächtigte der IG Metall Frankfurt-Wiesbaden, Michael Erhardt, am Dienstag (5.5.).

05.05.2009

Die Gewerkschaft hatte am Montag Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag für gescheitert erklärt. Das Unternehmen hat laut Erhardt in Wiesbaden rund 1.600 Mitarbeiter und will 436 von ihnen kündigen. Die Gewerkschaft setzt dagegen auf Kurzarbeit.

Entlassungen statt Kurzarbeit

"Das Unternehmen hatte die Chance, in Verhandlungen mit uns konstruktiv über die Bewältigung der schwierigen wirtschaftlichen Situation zu reden", erklärte Erhardt. Statt das von der Politik in der Wirtschaftskrise angebotene Instrument von Kurzarbeit und Qualifizierung anzuwenden, setze Federal Mogul auf Entlassung. Das sei verantwortungslos und unnötig.

Das US-Unternehmen produziert in Wiesbaden Gleitlager und Buchsen für Automotoren. Es gilt als größter industrieller Arbeitgeber in der Landeshauptstadt.

Auftratgsrückgang von 50 Prozent

"Kurzarbeit reicht nicht mehr", sagte der Sprecher von Federal Mogul, Thomas Reuß, angesichts eines Auftragsrückganges von etwa 50 Prozent im vergangenen Jahr. Nicht nur die schlechte Konjunktur treffe den Zulieferer, sondern auch der Trend zu kleineren Autos mit kleineren Motoren. Die Entlassungen sollten so schnell wie möglich erfolgen.

Federal Mogul spreche mit dem Betriebsrat weiter über einen internen Sozialplan, sagte Reuß. Die IG Metall wolle dagegen einen Sozialtarifvertrag. Die Urabstimmung sollte noch am Dienstagabend beendet werden.

Wenn 75 Prozent der anwesenden IG-Metall-Mitglieder des Unternehmens zustimmen, könnte der Streik noch in dieser Woche begonnen werden, so Gewerkschaftsvertreter Erhardt.

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