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Ferdinand Piech steigt bei VW aus

Aktien-Deal ist beschlossene Sache

GTI-Treffen Wörthersee, Piech & Piech Foto: Markus Stier

Großaktionär und Familien-Patriarch Ferdiand Piëch wird seine Anteile am VW-Konzern an den Rest der Verwandtschaft veräußern. Schon seit einigen Tagen kursierten entsprechende Gerüchte.

07.04.2017 Uli Baumann 6 Kommentare

Nun kommt die offizielle Bestätigung der Porsche SE: "Die Familien Porsche und Piëch haben in den vergangenen Wochen Gespräche über eine Veränderung ihrer Beteiligungsstrukturen innerhalb der Familie geführt. Diese Gespräche wurden heute mit der Unterzeichnung von Verträgen abgeschlossen, wonach die im Einflussbereich von Herrn Hon.-Prof. Dr. techn. h.c. Ferdinand K. Piëch stehenden Privatstiftungen den wesentlichen Teil ihrer mittelbar gehaltenen Stammaktien der Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE), Stuttgart, an weitere Mitglieder der Familien Porsche und Piëch übertragen."

Allerdings steht die Übertragung noch unter den aufschiebenden Bedingungen der fusionskontrollrechtlichen Nichtuntersagung sowie der Freigabe durch Finanzaufsichtsbehörden mehrerer Länder, heißt es weiter. Piech bleibt jedoch weiter über die Ferdinand Karl Beta Privatstifung an der Porsche Automobil Holding SE beteiligt.

Die Anteile des 79-Jährigen haben einen Wert von rund 1 Milliarde Euro und stellen 14,7 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE dar, die wiederum über 52 Prozent der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern verfügt. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, gaht das milliardenschwere Aktienpaket des früheren Autopatriarchen Ferdinand Piëch zum großen Teil an seinen jüngeren Bruder, Hans Michel Piëch. Der 75-Jährige und seine Familie sollen damit künftig 25,1 Prozent an der VW-Dachgesellschaft Porsche SE halten und über eine Sperrminoriät verfügen.

Ferdinand Piëch, der am 17. April 80 Jahre alt wird, ist Miteigentümer von Porsche und damit auch Großaktionär von VW. Er war bis April 2015 langjähriger VW-Aufsichtsratschef und galt als mächtigster Mann bei Volkswagen. Er trat nach einem internen Machtkampf mit dem damaligen VW-Vorstandschef Martin Winterkorn von fast allen Ämtern zurück, er blieb lediglich Aufsichtsrat bei der Porsche SE.

Die Porsche SE gilt als eigentliches Machtzentrum, weil dort die milliardenschwere VW-Beteiligung liegt. Im zwölfköpfigen Aufsichtsrat sitzen alle wichtigen Familienvertreter, an der Spitze Wolfgang Porsche, Ferdinands Cousin. Die sechs Arbeitnehmervertreter haben allerdings kürzlich angekündigt, sich aus dem Gremium zurückzuziehen. Deshalb steht bei der Hauptversammlung am 30. Mai in Stuttgart die komplette Neuwahl des Aufsichtsrats an. Für die Wahl steht Piech noch zur Verfügung, wie der Nominierungsausschuss bekannt gegeben hat - Piech hat sich selbst bereit erklärt, bei einer Wahl bis zur Übertragung der Anteile als Aufsichtsrat zu fungieren.

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Ein weiteres dieser sogenannter Alfa-Tiere (Dipl-Ing. Prof.Dr.-Ing e.h. mult. FKP) erkennt am Ende seiner Gloria, dass Macht, Prestige und Geld nur allzu ephemär sind. Vor ihm abgetreten und vergessen, nachdem die Staatsanwaltschaft bzw. die "Erben" zum Aufräumen geblasen und nichts oder nur wenig der Lebensleistung übrig gelassen hatten: Zumwinkel, Middelhoff, von Pierer, Ackermann - auch Herr Winterkorn wird in Kürze in diesem Club seine letzten Freunde suchen. Es ist bitter, gewiss.

armira78 18. März 2017, 18:13 Uhr
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