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Ferdinand Piëch wird 75

Der Auto-Macher feiert Jubiläum

Martini Racing Foto: Martini Racing 41 Bilder

Ferdinand Piëch wird 75 Jahre alt. Der Porsche-Enkel gilt vielen als Automanager des Jahrhunderts. In seiner Karriere hat er viele Marken gesammelt und viele markante Modelle auf den Weg gebracht.

17.04.2012 Uli Baumann, dpa

Ferdinand Piëch wurde am 17. April 1937 in Wien geboren. Mutter Louise war die Schwester von Ferry Porsche. Vater Anton Piëch war Rechtsanwalt und einer der drei Hauptgeschäftsführer der Volkswagenwerk GmbH. 

1963 startete Piëch seine Karriere bei Porsche im Motorenversuch, bereits 1971 wird er technischer Geschäftsführer bei Porsche. Im März 1972 zieht sich der Porsche-Clan aus dem operativen Geschäft beim Sportwagenbauer zurück. Piëch wird freier Ingenieur und entwickelt unter anderem einen Fünfzylinder-Diesel für Mercedes. Bereits im August 1972 tritt Piëch in die Dienste von Audi. Vom Hauptabteilungsleiter führt der Weg 1988 bis zum Audi-Vorstandsvorsitzenden.

1993 rückt er an die Spitze von VW, wo er bis Ende 2002 wirkte. Nach seinem Wechsel an die Spitze des VW-Aufsichtsrats zieht Piëch aus dem Hintergrund seine Fäden.

Auch wenn es darum ging, Rivalen aus dem Sattel zu heben, zeigte sich der gebürtige Wiener wenig zimperlich. Den unliebsamen Konzernchef und Ex-BMW-Mann Bernd Pischetsrieder drängte Piëch Ende 2006 aus dem Amt, um den Vertrauten Martin Winterkorn an dessen Stelle zu setzen. Die beiden verbindet nicht nur die Tatsache, dass sie lange Jahre bei Audi - einer wichtigen Talentschmiede für Top-Manager im Konzern - verbrachten. Ihre Bande sind so stark, dass Winterkorn auch als heißer Kandidat für Piëchs Nachfolge an der Aufsichtsratsspitze gilt.

Mit Markensammlung und Produktoffensiven zur Nummer eins

Begleitet wurde das Wirken von Ferdinand Piëch über die Jahre von zahlreichen prägenden Modellen und Produktentwicklungen, aber auch vom Streben nach einem Weltkonzern. Nach und nach führte er unter dem Dach des VW-Konzerns die Marken Lamborghini, Bentley, Bugatti, Seat, Skoda, Scania und MAN zusammen. Der Einbau der Sportwagenschmiede Porsche ist fest eingeplant und auch Motorradhersteller Ducati soll unter das Konzerndach rutschen. Damit wäre Piëchs Traum vom Konzern, der vom Minimobil über die Luxuskarosse bis zum Schwerlaster beinahe alles baut, was Räder hat, erfüllt.

Zugeschrieben werden Piëch unter anderem auch der Quattro-Antrieb bei Audi, die VR6-, W8- und W12-Motoren, das Drei- und Ein-Liter-Auto sowie die Oberklasseambitionen von Audi und VW. Piëch, der erstklassiger Techniker und erstklassiger Unternehmensführer zugleich ist, schuf einen Megakonzern: von Suzuki über Bugatti und Porsche zu MAN und Scania reichend. Und er will diesen Konzern, zusammen mit VW-Vorstandschef Martin Winterkorn, zum besten und größten auf diesem Planeten machen. Die Nummer eins: Darunter tut er es nicht.

Wir haben versucht, das bewegte Autoleben des Ferdinand Piech in Bilder zu fassen. Das Ergebnis sehen Sie in der großen Fotoshow.

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