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Ferrari 375 Plus

Kampf um 14-Millionen-Ferrari flammt auf

Ferrari 375 Plus Foto: Bonhams 12 Bilder

Erst seit wenigen Wochen ist der US-Milliardär Leslie Wexner Besitzer eines Ferrari 375 Plus, ein 330 PS starker, ehemaliger Werkswagen der Scuderia von 1954. Jetzt aber sieht der "Victoria's Secret"-Boss rot und zieht in England vor Gericht.

13.11.2014 Dirk Johae Powered by

Wexner, steinreicher 77-jährige Unternehmer und als Konzernchef von Limited Brands unter anderem auch Boss der edlen Dessous-Marke „Victoria’s Secret“, verklagt das renommierte Auktionshaus Bonhams auf Rückerstattung des Kaufpreises von 10,9 Millionen Pfund und Schadensersatz. Das meldet die englische Zeitung Daily Mail.

Beim Goodwood Festival of Speed ersteigert

Für die Rekordsumme von umgerechnet fast 14 Millionen Euro hatte Wexner Ende Juni beim Goodwood Festival of Speed den Ferrari 375 Plus ersteigert. Der nur fünf Mal gebaute rote Renner, das Highlight der Auktion in Südengland, wird von einem 4,9 Liter großen V12-Motor angetrieben und startete unter anderem bei der Mille Miglia in Italien. Die vier noch existierenden 375 Plus befinden sich alle in hochkarätigen Kollektionen: Einer dieser roten Renner gehört zum Beispiel Modemacher Ralph Lauren.

Mit Wexners Klage bekommt der Spitzname des 375 Plus „Fearsome Four-Nine“ (dt. „Der furchterregende 4,9“) eine neue Bedeutung für den Versteigerer. Der Milliardär aus dem Bundestaat Ohio lässt im Kampf gegen das Auktionshaus bestimmt nicht mit sich spaßen. „Kein Kommentar“, heißt es kurz und knapp auf Nachfrage aus der Firmenzentrale in London.

Jahrelanger Kampf um roten Renner

Grund des neuen Rechtsstreits: Vor der Auktion beim Goodwood Festival of Speed stritten sich zwei Parteien aus den USA und aus Belgien um das Eigentum an dem Ferrari mit der Chassisnummer 0386 AM. Bonhams hatte vor Versteigerung vermeldet, dass diese Auseinandersetzung beigelegt sei. Leslie Wexner musste aber feststellen, dass dieser Streit ums Eigentum weiter schwelt. Der Großindustrielle sieht sich aber als Verlierer im hochdotierten Spiel um seltene Autos und klagt: Wexner fordert seine Millionen zurück und verlangt außerdem Schadensersatz.

Der Preis, den Leslie Wexner für den Millionen-Ferrari auf den Tisch legte, feierte Bonhams im Juni als neuen Weltrekord für einen Rennsportwagen aus Maranello. Überschwänglich schilderte Bonhams-Historiker Doug Nye die Atmosphäre im Auktionszelt hinter Goodwood House: „Es ist immer ein Vergnügen, die Erleichterung der neuen Besitzer zu erleben, wenn der Hammer fällt. Letztlich sind auch sie Gewinner.“ Gewinner wie die erfolgreichen Fahrer, die vor 60 Jahren den „Fearsome Four-Nine“ von Ferrari steuerten: der argentinische Formel-1-Sieger Froilan Gonzalez sowie seine italienischen Umberto Maglioli oder Paolo Marzotto.

So jedoch sieht sich der erfolgsverwöhnte Leslie Wexner längst nicht mehr. Vor dem Londoner High Court werden seine Anwälte allerdings hart für seinen Erfolg kämpfen.

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