Alles über Ferrari F 430
Ferrari 458 Challenge, F430 Challenge, Frontbild 17 Bilder Zoom

Ferrari 458 und F430 Challenge im Tracktest: Iitalienisches Doppel auf der Rennstrecke

Da schlagen Sportfahrerherzen höher: Auf Basis der Straßenversion Ferrari 458 Italia erschuf der Sportwagenhersteller nun die Challenge-Rennversion mit infernalischer V8-Hochdrehzahlhymne. Im Tracktest werden mit dem Ferrari F430 und 458 Challenge ein italienisches Doppel mit 1.060 PS über die Rennstrecke in Hockenheim gejagt.

Der drohende Zeigefinger, den exklusiven Testwagen ja in einem Stück zu lassen, wird bei den meisten Tracktests gehoben. Im Falle eines Ausritts mit den Testwagen - dem Ferrari F430 Challenge und einem 458 Challenge - würde der Finger diesmal wohl zur Baseballkeule mutieren. "Übermorgen fahren wir in Monza das Zeittraining, nach deinem Test gehen die Autos direkt auf den Hänger", sagt Danny Pfeil, Geschäftsführer der Sportfahrertrainings des European Speed Clubs und Teamchef von GT Corse, während er auf das Mittagsmahl in Hockenheim deutet.

F430 mit Achtzylinder und leidenschaftlichem Sound

Ferrari F430 Challenge zur Vorspeise, den Ferrari 458 Challenge zum Hauptgang - lecker: ein Tracktest, zwei Autos. Rein in den Schalensitz, Hosenträgergurte festziehen, los geht's im Ferrari F430 Challenge. Neben der Neuentwicklung 458 Challenge geht das Vorgängermodell im Übergangsjahr 2011 nochmals in der seit 1993 existierenden Markenpokalrennserie Ferrari Challenge an den Start.

Im F430-Cockpit herrscht so viel Kopffreiheit wie in einer Hundehütte. Helm und Überrollkäfig gehen permanent auf Tuchfühlung, während der Sound des unverändert aus der Straßenversion übernommenen 4,3-Liter-Achtzylinders mit 490 PS leidenschaftlich das Trommelfell massiert. Nach zwei Runden Aufwärmen macht es klick.

Umsatteln von 490 auf 570 Pferdestärken

ASR off - gänzlich ohne elektronische Helferlein verwandelt sich der F430 zu einer italienischen Diva mit Hüftschwung und tanzt mit Leistungsübersteuern um die Ecken. Balance und Traktion könnten besser sein. 150 Millisekunden waren 2007 zur Challenge-Premiere des Ferrari F430 der Hit - für heutige Verhältnisse wirft das fast unverändert aus dem Serienmodell übernommene sequenzielle F1-Getriebe die Gänge etwas lustlos und mit deutlichen Zugkraftunterbrechungen ein. Pit in - schnell umsatteln und dem Ferrari 458 Challenge die Sporen geben.

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"Der Wagen ist in jeder Hinsicht perfekter", sagt Pierre Kaffer, Profi-Fahrer und Instruktor für die Gentlemen-Fahrer bei GT Corse. Perfekt ist nur eine nüchterne Zusammenfassung des neuesten Cavallino Rampante. Sechs Schaltblitze flammen auf, dann erreicht der Drehzahl-Thriller mit dem 570 PS starken 4,5-Liter-V8 in der Hauptrolle bei 9.000/min seinen Höhepunkt.

Guter Grip beim Ferrari 458 Challenge

Schneller als das im Renntrimm kürzer übersetzte Siebenganggetriebe pariert derzeit wohl kein Doppelkupplungsgetriebe den Zug an den Schaltwippen. Frenetisches Auspuffwummern als Bestätigung des Gangwechsels ist auch beim Ferrari 458 Challenge Ehrensache. Der Neue geht wie ein Biest, ist aber keins.

Im Vergleich zum Vorgänger lenkt er besser ein und glänzt mit einer guten Balance. Die neu entwickelten Pirelli PZero-Slicks liefern hohen mechanischen Grip, während der 30 mm tiefer liegende Markenpokal-Renner mit strafferem Feder-Dämpfer-Setup auch ohne Flügel mit aerodynamischem Grip überzeugt.

Die gut dosierbare Keramik-Bremsanlage CCM2 von Brembo stammt aus dem Ferrari 599XX (Hier kommen Sie zum Tracktest Ferrari 599XX). Im Gegensatz zum abrupt eingreifenden und auf der Rennstrecke kaum nutzbaren ASR im F430 wird die Traktion im 458 über ein dreistufiges Mini-Manettino am Lenkrad feinfühlig gesteuert. Die Traktionskontrolle F1- Trac arbeitet perfekt mit dem E-Diff zusammen. "2" für Nässe, "1" für Trocken, den Modus "off" muss man nicht erklären.

Für eine Viertelmillion mit dem Ferarri die Piste rocken

"Mit der Trocken-Einstellung ist man genauso schnell wie ohne Elektronik", beschreibt Profi-Fahrer Kaffer die gelungene Abstimmung. Hat das exklusive Tracktest-Mahl den Appetit angeregt? Wer nach den Fahrertrainings des European Speed Clubs eine Stufe höher klettern will, kann sich beim Team GT Corse einmieten.

Für 250.000 Euro heißt es dann bei acht Testtagen, sieben Challenge-Läufen und drei Rennen der DMV Touring Car Championship "Gentlemen start your engines". Leidenschaftlicher als im Ferrari 458 Challenge lässt sich eine Viertelmillion kaum investieren.

Christian Gebhardt

Foto

Rossen Gargolov

Datum

25. August 2012
Dieser Artikel stammt aus Heft sport auto 05/2011.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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