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Ferrari baut Unterboden um

Foto: Wolfgang Wilhelm 7 Bilder

Angesichts einer drohenden Kontrolle haben Ferrari und drei weitere Teams ihre Unterböden vor dem ersten Training in Sepang umgebaut. Doch niemand erwartet, dass sich an der Dominanz der Roten irgendetwas ändert.

05.04.2007 Powered by

Renault-Technikchef winkte gleich ab, als der Vorwurf laut wurde, Ferrari gewänne mit einer beweglichen Lippe am Unterboden an Höchstgeschwindigkeit, und darin liege das Geheimnis der roten Überlegenheit. "Das ergibt gar keinen Sinn", sagte der Brite.

Da aber McLaren-Teamchef Ron Dennis die FIA aufmerksam machte, dass eine geheimnisvolle Feder am vorderen Teil des Unterbodens möglicherweise denselben nach unten drücken und so einen bestimmten aerodynamischen Effekt erzielen könnte, muss die Sporthoheit der Sache nun nachgehen.

Kontrolle am Samstag oder Sonntag

Für den Samstagnachmittag (7.4.) nach der Qualifikation oder den Sonntagnachmittag nach dem Rennen hat FIA-Technikguru Jo Bauer Kontrollen angedroht. Betroffen sind nicht nur Ferrari, sondern auch BMW, Renault und Honda, denn diese vier Teams verwendeten bisher eine Feder, die allzu starke Schwingungen des Unterbodens verhindern sollte. Alle vier Teams bauten die Feder nun aus und ersetzten sie durch einen simplen Seilzug, um jedwedem Ärger vorzubeugen.

Dass McLaren in der Vorrichtung einen geheimen Aerodynamik-Trick sieht, ruft bei Ferrari-Chassis-Konstrukteur  Aldo Costa nur ein müdes Lächeln hervor: "Der einzige Effekt ohne die Feder ist, dass der Unterboden beim Überfahren von Curbs brechen könnte."

Fernando Alonso: "Das bringt uns Ferrari nicht näher"

Selbst McLaren-Speerspitze Fernando Alonso glaubt nicht an einen Vorteil durch die Feder. "Glaubt nicht, dass uns dieses Detail näher an Ferrari heranbringt", warnt der Weltmeister. Den Beweis trat Ferrari längst an. In der Testwoche in Sepang verzichtete das Team bereits auf den gefederten Unterboden und war fast noch dominanter als zuvor.

Dementsprechend lässig geht Tabellenführer Kimi Räikkönen mit der Affäre um: "Es lohnt sich nicht, auch nur darüber nachzudenken. Die FIA hat die Regel geändert, aber das wird uns überhaupt nicht berühren."

Tatsächlich könnte der von Ron Dennis entfachte Sturm im Wasserglas ganz schnell wieder abebben. Sollten sich die Unterböden der geprüften Autos auch so als ausreichend steif erweisen, dürfen die vier betroffenen Teams ihre Federn sofort wieder einbauen.

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