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Ferrari Enzo-Nachfolger

Carbon-Zelle und Hybrid-V12

Ferrari Enzo Nachfolger Teaser Heck Foto: Ferrari 29 Bilder

Der italienische Sportwagenbauer Ferrari zieht für den Nachfolger des legendären Enzo Ferrari alle Technikregister. In Paris wurde das neue Carbon-Chassis vorgestellt, es folgte der V12-Hybrid und jetzt eine erste Rückansicht.

17.12.2012 Uli Baumann

Der neue Ferrari-Supersportler soll nicht nur das Erbe des legendären Enzo antreten, er soll auch neue Maßstäbe bei den Supersportlern setzen. Der unter dem Codenamen F150 entwickelte Flitzer bekommt ein Chassis aus Kohlefaserlaminat und einen V12-Hybrid-Antrieb der vom Formel 1-Kers-System inspiriert wurde.

Im prall gefüllten Motorabteil sitzt der längs eingebaute Verbrenner weit vor der Hinterachse direkt hinter den Passagieren. Dahinter wurde das automatisierte Getriebe angeflanscht. An dessen Ende wiederum sitzt der E-Motor, die komplette Steuerelektronik haust oben auf dem Getriebe. Der 6,3-Liter-V12 soll gut 800 PS leisten, der E-Motor weitere 74 kW beisteuern. Der Elektromotor erbringt seine Leistung durch eine Kupplung des Doppelkupplungsgetriebes und ist mit einer der beiden Hauptwellen verbunden. So soll die Leistungsabgabe kontinuierlich und verzögerungsfrei zwischen Elektro- und Benzinmotor laufen. Während des Bremsens verhält sich der Elektromotor wie ein Generator und nutzt die kinetische Energie, um die Batterien wieder aufzuladen. Ein zweiter Elektromotor ist allein für die Hilfssysteme zuständig und befindet sich vor dem V12-Motor.

High-Tech auch beim Carbon-Chassis. Weil Ferrari den Fertigungsstandards industrieller Fertigungsmethoden nicht als ausreichend für das neue Top-Modell erachtet, wird das neue Chassis von einer Gruppe aus Spezialisten unter Leitung des Formel 1-Chefdesigners Rory Byrne von Hand laminiert.

Ferrari Chassis mit F1-Technik: Kohlefaser-Zelle für Enzo-Nachfolger 2:40 Min.

Kohlefaserchassis deutlich steifer und leichter

Für das Chassis werden vier verschiedene Arten von Kohlefaser verwendet. Es wird handlaminiert und in Autoklaven gehärtet. Dabei fließt viel Entwicklungs- und Fertigungs-Knowhow aus der Formel 1-Abteilung ein.

Das neue Chassis soll trotz des zusätzlichen Gewichts, das die Hybridkomponenten mitbringen und durch gesetzliche Vorschriften insgesamt 20 Prozent leichter als das des Enzo Ferrari sein. Die Verwindungssteifigkeit soll um 27 Prozent verbessert, die Durchbiegefestigkeit um 22 Prozent gesteigert worden sein.

Starten soll der Ferrari Enzo-Nachfolger 2013. Den Antrieb übernimmt dann ein Hybridsystem bestehend aus einen V12-Benziner und einem KERS-System. Als Systemleistung stehen rund 900 PS im Raum. Damit würde der Enzo-Nachfolger auf Augenhöhe mit dem kommenden McLaren P1 agieren. Wie schon der Enzo so soll auch sein Nachfolger nur in einer limitierten Auflage gefertigt werden und an ausgewählte Kunden „verteilt“ werden.

Was diese erwartet zeigt ein jetzt im Ferrari-Magazin veröffentlichter erster Shot auf das Heck des Boliden. Zu sehen ist ein spoilerfreies Hinterteil mit runden Rückleuchten. Das ganze Auto sollte eigentlich schon in Detroit Anfang 2013 zu sehen sein, jetzt wurde die Premiere auf den Genf Autosalon im März verschoben.

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