Ferrari FF: Das ist der Scaglietti-Nachfolger mit 4x4

Ferrari FF Autosalon Genf 2011

Ferrari FF heißt der Nachfolger des 612 Scaglietti und es ist ein Shooting Brake. Seine Premiere feiert der FF (FF für Ferrari Four, vier Sitze, vier angetriebene Räder) auf dem Genfer Autosalon.

Damit hat Ferrari-Boss Luca de Montezemolo recht gehabt mit seiner Ankündigung, das Modell werde "ein anderer Ferrari" werden. Schließlich mussten sich die Italiener auch etwas einfallen lassen, um einen potenten Nachfolger für den mittlerweile betagten 612 Scaglietti zu präsentieren. Auf den Markt kommt der "Familien-Ferrari" dann bereits im Sommer - entgegen der Planung, das Modell erst 2012 auf den Markt bringen zu wollen.

660 PS für den Ferrari FF

Angetrieben wird der von Pininfarina entworfene Ferrari FF - der im schwedischen Arjeplog als auch als Erlkönig erwischt wurde - von einem neuen direkteinspritzenden V12-Motor, der aus 6,3 Liter Hubraum 660 PS schöpfen wird. Als maximales Drehmoment geben die Italiener 683 Nm bei 6.000/min. an. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 335 km/h liegen, den Spurt von Null auf Tempo 100 absolviert der Ferrari FF in 3,7 Sekunden - nach Herstellerangaben.

Die Kraft des Motors wird von einem Siebengang-Direktschaltgetriebe erstmals auf alle vier Räder geleitet. Ja, richtig gehört, als erster Ferrari erhält der FF ein Allradantrieb. Das System nennt sich 4RM und soll rund 50 Prozent weniger wiegen, als herkömmliche Allradsysteme. Der Ferrari FF ist zudem mit einem elektronisch gesteuerten Dämpfungskontrollsystem ausgerüstet.

Hybridsystem für den Ferrari FF

Den Drang nach weniger soll indes auch der Motor merken. Daher wird in den Ferrari FF später auch das HY-Kers-System Einzug halten, das bereits auf dem Genfer Autosalon 2010 präsentiert wurde. Dort hatten die Italiener dem V12 einen 74 kW starke und 40 Kilogramm schweren E-Motor beigeordnet. Ein Start-Stopp-System ist bereits zum Marktstart im Ferrari FF vorhanden.

Ferrari FF als Shooting Brake mit bis zu 800 Liter Kofferraumvolumen

Mit den ersten Bildern ist auch das lange Geheimnis um die Karosserie-Form beendet. Der Ferrari FF wird als Shooting Brake auf den Markt kommen. Wie schon auf den Erlkönig-Bilder zu sehen, bedeutet die Bauart für die Passagiere im Fond deutlich mehr Platz. Es sollen auf den beiden Einzelsitzen sogar ausgewachsene Personen Platz finden - und hinter ihnen zudem deren Gepäck. Das Kofferraumvolumen beträgt 450 Liter und ist auf 800 Liter erweiterbar.

Optisch erfährt der Ferrari FF ebenfalls ein Wandlung. Die Front wird von einem schmalen vergitterten Kühlerschlund dominiert, die Scheinwefer streben schlitzförmig noch hinten. Das Heck mit der steil stehenden Scheibe kommt bullig und kräftig daher. Die typischen kleinen Rundlechten liegen in tiefen Höhlen. Die mächtige Heckschürze des Ferrari FF beherbergt zwei Doppelauspuffendrohre sowie einen kleinen Diffusor. Natürlich bietet Ferrari den FF mit diversen Induvidualisierungsmöglichkeiten (teilweise gegen Aufpreis) an. So können sechs Lackierungen und diverse Innenraumausstattungen mit Leder gewählt werden

Technische Daten
Ferrari FF
Motor 65 Grad V12
Hubraum 6.262 ccm
Leistung 660 PS bei 8.000/min.
Drehmoment 683 Nm bei 6.000/min.
Länge 4907 mm
Breite 1953 mm
Höhe 1379 mm
Trockengewicht 1790 kg
Gewichtsverteilung 47% vorn / 53% hinten
Leistungsgewicht 2,7 kg/PS
Höchstgeschwindigkeit 335 km/h
0 bis 100 km/h 3,7 s
Verbauch 15,4 Liter pro 100 km
CO2-Emission 360 g/km
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Holger Wittich

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