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Ferrari

Massa bleibt bis 2010

Foto: dpa 74 Bilder

Update + + Durch die vorzeitige Vertragsverlängerung von Felipe Massa mit Ferrari ist ein möglicher Wechsel von Weltmeister Fernando Alonso zum McLaren-Mercedes-Erzrivalen endgültig geplatzt.

16.10.2007 Powered by

Fünf Tage vor dem Saisonfinale in Massas brasilianischer Heimat gab die Scuderia in einer lediglich sechszeiligen Presseerklärung bekannt, dass der 26 Jahre alte Südamerikaner bis Ende 2010 für Ferrari in der Formel 1 fahren werde. Damit steht das Piloten-Duo der Italiener bis einschließlich 2009 mit Massa und Kimi Räikkönen aus Finnland fest.

Massa nur zweite Kraft im Team

Der "Iceman" kann am Sonntag (21.10) in Sao Paolo beim heißen Tanz im Samba-Land sogar noch Weltmeister werden, sein Teamkollege nicht mehr. Dennoch sprach die Marke aus Maranello Massa nun vorzeitig das Vertrauen aus. Da das Traditionsteam ansonsten Vertragsverlängerungen gern mit großem Tamtam bekanntgibt, überraschte die etwas karge Mitteilung. Weder eine Reaktion von Massa noch von Ferrari-Generaldirektor Jean Todt waren darin enthalten. Der bisherige Kontrakt des von Todts Sohn Nicolas gemanagten WM-Vierten galt bis einschließlich 2008.

Massa, der schon seit 2001 vertraglich an Ferrari gebunden ist und nach drei Jahren (2002, 2004 und 2005) beim damaligen Sauber-Petronas-Team im vergangenen Jahr das Stammcockpit als genügsamer Wasserträger neben Michael Schumacher bekam, absolvierte bislang 34 Rennen für die Scuderia. 2003 war er für sie als Testfahrer im Einsatz. Insgesamt fünf Siege fuhr der Pilot mit dem kanariengelben Helm für die Roten ein, drei davon in diesem Jahr.

Alonso keine Alternative

Durch die Entscheidung der Ferrari-Verantwortlichen steht zudem eines fest: Alonso in einem Ferrari wird es mittelfristig nicht geben. Dabei hatte kein Geringerer als Formel-1-Chef Bernie Ecclestone entsprechende Spekulationen angeheizt und einen Wechsel des wankelmütigen Spaniers nach einem Jahr Pause für die Saison 2009 in britischen Medien in Betracht gezogen. "Die Türen bei Ferrari haben sich geschlossen", titelte kurz nach Bekanntwerden der Vertragsverlängerung von Massa aber die spanische Sportzeitung "Marca" auf ihrer Internetseite.

Neben Toyota, das zwar sein Interesse auch schon öffentlich bekundete, aber sich nicht in der Pole Position wähnt, dürfte somit Renault die erste Option für Alonso sein, sollte er McLaren-Mercedes nach dieser Saison verlassen. Und davon ist nach Alonsos Anfeindungen, die zweifelsohne auch aus vertragsrechtlicher Sicht nicht ohne Konsequenzen bleiben dürften, auszugehen.

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