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Ferrari-Probleme

Qualifying, Set-Up, Zuverlässigkeit

Foto: Wilhelm 48 Bilder

Für Kimi Räikkönen kommt die dreiwöchige Pause nach dem Rennen in Budapest zur rechten Zeit. Dabei konnte der Finne in Ungarn mehr Punkte sammeln als seine direkten Konkurrenten um den WM-Titel.

05.08.2008 Michael Schmidt Powered by

Trotzdem war Räikkönen mit seinem Wochenende ganz und gar nicht zufrieden. "Wir haben in den letzten Rennen einfach nicht das richtige Set-Up gefunden", bemängelt der Weltmeister die kleine Formkrise der Scuderia. Sieben Rennen ist der erfolgsverwöhnte Finne bereits ohne Grand Prix-Sieg. Jetzt ist Ursachenforschung angesagt.

Räikkönen forderte sein Team auf, das Set-up-Problem bis zum nächsten Rennen in Valencia zu lösen. Ein weiterer Grund für das verhältnismäßig schlechte Abschneiden zuletzt in Ungarn ist die Qualifying-Schwäche. Wieder zeigten sich Kimis Probleme beim Aufwärmen der Reifen: "Ich konnte das Auto in der dritten Runde leider nicht auf der Straße halten. Das war mein Fehler", gibt Räikkönen offen zu. "Und wenn man von Platz sechs startet, kann man nicht erwarten, am Ende zu gewinnen."

Mangel an Zuverlässigkeit

Im Rennen habe ihm vor allem Fernando Alonso das Leben schwer gemacht. "Besonders im letzten Sektor hatte er ein gutes Auto", ärgerte sich Räikkönen. Da musste auch der Weltmeister feststellen, dass das Überholen in Budapest unmöglich ist. Nur kurze Zeit konnte er sein wahres Potenzial zeigen, als er in wenigen Runden an Timo Glocks Toyota heranfuhr. Doch dann wurde der Finne von einem Aufhängungsproblem eingebremst.

Noch deutlich spektakulärer zeigte sich die mangelnde Zuverlässigkeit beim Teamkollegen Felipe Massa. "Das ist eben die hässliche Seite des Motorsports", so Kimis nüchterner Kommentar zum Motorplatzer beim führenden Schwesterauto drei Runden vor Schluss. Für das nächste Rennen in Valencia wünscht sich der 28-Jährige wieder Hitze wie in Budapest, weil der Ferrari damit gut zurecht komme. Trotz Massas Pech kommt Ferrari mit einer Elf-Punkte-Führung nach Spanien: "Das zeigt, dass wir ein besseres Auto haben und noch viel Potenzial."

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