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Ferrari-CEO Marchionne deutet Zukunfts-Strategie an

Dem reinen Verbrennungsmotor droht ab 2019 das Aus

Ferrari LaFerrari, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 34 Bilder

Ferrari könnte sehr bald den reinen Verbrennungsmotor abschaffen und durch Hybridsysteme ersetzen. Das kündigte Sergio Marchionne in einem Interview an. Allerdings hat diese Überlegung nicht nur Performance-Hintergründe, sondern sie hat auch mit den angepeilten Verkaufszielen zu tun – und mit der Umwelt.

09.11.2016 Roman Domes 1 Kommentar Powered by

Bald könnte jeder Ferrari zum Hybrid werden – so wie der LaFerrari einer ist. FCA-Chef Sergio Marchionne hat diese Möglichkeit in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Reuters angekündigt. Demzufolge sehe Marchionne die Hybrid-Technologie als Chance, sowohl die Performance, als auch die Verkaufszahlen zu steigern, ohne dabei Opfer der strenger werdenden Emissionsgesetze zu werden.

Marchionne will 10.000 Ferraris pro Jahr verkaufen

Bislang gelten für Ferrari die Vorschriften für Kleinserien-Hersteller, die weniger als 10.000 Autos pro Jahr verkaufen. In 2016 waren es etwa 8.000 verkaufte Neuwagen. Bis 2019 soll diese Zahl auf 9.000 Stück ansteigen. Und ab 2019 sollen alle neu produzierten Ferraris mit Hybrid-Elementen unterwegs sein. Rein theoretisch, so Marchionne, können die Verkäufe auf mehr als 10.000 Einheiten ansteigen. Dann würde Ferrari sein Sonderrecht für Kleinserien-Hersteller verlieren und müsste sich nach strengen EU-Abgaswerten richten.

„Ich denke, das Hybridsystem wird eine [für Ferrari] verpflichtende Anforderung.“, sagte Marchionne im Gespräch mit Reuters. Abgesehen von (theoretischen) Umweltvorteilen würde die Hybridisierung auch performancerelevante Verbesserung bringen. Gut zu sehen am Ferrari LaFerrari, der einen V12-Saugmotor mit einem Elektromotor kombiniert und damit auf eine Systemleistung von 963 PS kommt – allerdings ohne einen Hybrid- oder sogar rein elektrischen Modus zu besitzen, der den Verbrauch senken könnte.

Ferrari LaFerrari, TankstutzenFoto: Hans-Dieter Seufert
Trägt diesen Lade-Stecker womöglich bald jeder Ferrari?

Porsche und McLaren zeigen, was möglich ist

Was mit der Plug-In-Hybrid-Technik möglich ist, zeigen uns McLaren mit dem P1 (Normverbauch: 8,3 Liter) und Porsche mit dem 918 Spyder (Normverbrauch: 3,1 Liter). Und dass diese Autos keine Langweiler sind, sollte auch klar sein. Beide können auch rein elektrisch und damit emissionsfrei unterwegs sein.

Für Ferrari wird die Umstellung – sofern sie denn eintritt – eine große Herausforderung. Nicht nur Ferrari-intern gilt das Hybrid-System des mehr als zwei Millionen Euro teuren LaFerrari als hochkomplex und extrem kostspielig.

Neuester Kommentar

"Für Ferrari wird die Umstellung – sofern sie denn eintritt – eine große Herausforderung. Nicht nur Ferrari-intern gilt das Hybrid-System des mehr als zwei Millionen Euro teuren LaFerrari als hochkomplex und extrem kostspielig."
...das müsstet ihr jetzt aber bitte etwas genauer erklären...
haltet ihr Ferrari für so dumm oder abgehoben, das sie keinen hybrid unter 2 millionen hinkriegen?
oder meint ihr deren kapazitäten seien so beschränkt, das sie sich keine zwei verschiedene hybridsystemen leisten können?
oder wird es z.b. auch für VW eine grössere herausforderung, einen hybrid-Golf zu bauen, seit es den hochkomplexen und extrem kostspieligen 918 gibt?
es wäre auch interessant zu wissen wie das hybridsystem der La Ferrari "ohne hybridmodus" funktioniert...
liebe redaktion, habt ihr alle einen zweiten job beim Postillion, und manchmal verwechselt ihr die arbeitsplätze, oder wie kommt so einen (immer häufigeren, immer absurderen) schwachsinn zustande?
der wechsel von fach- zu klatschpresse, oder werbeprospekt, ist doch praktisch vollzogen, wollt ihr jetzt so schnell zur satire wechseln?

naja... 10. November 2016, 23:21 Uhr
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