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Ferrari wird Weltmeister

Foto: Ferrari

Zwar ist noch nicht einmal das erste freie Training absolviert, dochauto motor und sport.de sagt den Formel 1-Fans jetzt schon, auf welche Rennställe sie im Titelkampf ihre Millionen setzen sollen.

06.03.2007 Powered by

Auch wenn sich die Testfahrten und Saisonvorbereitungen nur bedingt als Gradmesser für die Einschätzung des Kräfteverhältnisses eignen, zeichnet sich vor dem Auftakt in Melbourne (18.3.) ein deutliches Bild ab. Hier die aktuelle Rangliste der elf Rennställe:

1. Ferrari

Bei den letzten beiden gemeinsamen Tests in Barcelona und Bahrain holten sich die Roten insgesamt sechs Tagesbestzeiten. Der neue Ferrari F2007 kann alles: Er kommt mit den Reifen klar, ist ebenso exzellent auf einer schnellen Runde wie bei den Dauerläufen. Einziges leichtes Manko: Bei den Wintertests gab es ab und zu kleine Probleme mit der Zuverlässigkeit.

2. McLaren-Mercedes

Die Silbernen waren ebenso wie Ferrari sechs Mal Tagesschnellster, doch die großen Glanzlichter setzten Alonso und Hamilton zu Beginn derWintertests. In den letzten Wochen machten andere Teams größere Fortschritte. Der McLaren MP4-22 ist auf einer Runde sehr schnell, bei den Longruns ist Ferrari stärker. Der große Trumpf von McLaren ist bisher die enorme Zuverlässigkeit.

3. BMW

Sowohl im Qualifikations-Trimm als auch bei den Dauerläufen ist der BMW sehr nahe am Ferrari und schneller als der McLaren. Allerdings lief der F1.07 in fünf Testsessions lediglich an zwei Tagen ohne Probleme. Größte Sorgenkinder sind Getriebe und Hydraulik.

4. Renault

Die Weltmeister sind nur vierte Kraft. Giancarlo Fisichella beziffert den Rückstand des R27 auf die Spitze auf eine halbe Sekunde - in einem Feld, das innerhalb von zweieinhalb Sekunden liegt, eine Welt. Renault kam in den vergangenen Jahren perfekt mit den Michelin-Reifen zurecht, die Bridgestones sind für Fahrer und Ingenieure auch nach drei Testmonaten ein Buch mit sieben Siegeln. Sie brauchen momentan zu viel Zeit, um eine passende Abstimmung zu finden.

5. Williams-Toyota

Weil das Team von Frank Williams den letzten Tests in Bahrain fern blieb und lieber in Barcelona fuhr, fehlt ein wenig die Vergleichbarkeit. Was die Konkurrenz aufhorchen ließ, waren die Longruns des FW27 in Barcelona, die nur um eine Zehntelsekunde über denen von Klassenpriums Ferrari lagen. Zudem ist der Williams vom ersten Rollout an ausgesprochen zuverlässig.

6. Honda

Teamchef Nick Fry spricht beim RA107 von einer Revolution, doch bisher erweist sich das neue Auto gemessen am Vorgänger eher als Rückschritt. Zur Spitze fehlen acht Zehntelsekunden pro Runde. Auch die Honda-Fahrer haben Mühe, ihr Auto schnell genug auf eine Strecke abzustimmen, beim Bremsen ist der Honda zu instabil. Immerhin ist das Auto extrem defektunanfällig. Kein Renner fuhr im Schnitt mehr Testkilometer am Tag. Button und Barrichello hoffen nun auf eine überabreitete Versiondes Autos, die bereits beim zweiten Rennen zum Einsatz kommen soll.

7. Red Bull-Renault

Statt mit Stardesigner Adrian Newey einen großen Wurf zu landen und zu den Topteams aufzuschließen, rutschte die Red Bull-Mannschaft vom Mittel-ins Hinterfeld ab. Das Auto produziert zu wenig Abtrieb. Ein letzter Hoffnungsschimmer ist ein neues Aero-Paket, das in diesen Tagen in Magny Cours erprobt wird. Die Fahrer hoffen auf einen Zeitgewinn von bis zu acht Zehntelsekunden pro Runde.

8. Toyota

Die Mannschaft aus Köln ist jetzt schon die Enttäuschung des Jahres. Wer eineinhalb Sekunden pro Runde zurückliegt, findet sich nicht einmal im Mittelfeld wieder. Egal ob Abtrieb, Top-Speed oder Traktion, der TF107 ist in allen Bereichen unterdurchschnittlich. Die Truppe mit einem der höchsten Budgets des Feldes hat ihre letzten technischen Neuerungen bereits ins Feld geworfen - ohne nennenswerten Fortschritt. Von Siegen ist das Team meilenweit entfernt. Fahrer Jarno Trulli meint:"Vielleicht müssen wir unsere Ziele nach unten korrigieren."

9. Toro Rosso-Ferrari

Teamchef Franz Tost sagt: "Es gibt keinen Grund, warum wir schlechter abschneiden sollten als Red Bull Racing." Angesichts nahezu gleich starker Motoren von Ferrari und Renault und einem weitgehend identischen Chassis hat Tost recht, aber in der extrem engen technischen Verwandschaft zum Red Bull RB3 liegt auch die große Schwäche des Toro Rosso STR2: Solange Red Bull die aerodynamischen Probleme am eigenen Auto nicht im Griff hat, wird auch die kleine Schwester hinterher hinken. Andererseits: Sollte Chefkonstrukteur Adrian Newey den Stein der Weisen noch finden, muss sich Toyota auch noch vor der kleinen Truppe aus Faenza in acht nehmen.

10. Super Aguri-Honda

Für das Team von Aguri Suzuki gilt das gleiche wie für Red Bull und Toro Rosso. Der Super Aguri ist eine leicht abgewandelte Kopie des Honda RA107. Das Potenzial des Autos sollte eigentlich sogar reichen, um die beiden Red Bull-Teams und Toyota in Bedrängnis zu bringen. Wie für den Werks-Honda gilt aber auch für den Super Aguri: Das Auto ist in nur drei freien Trainings nur schwer auf eine Strecke abzustimmen. Das kleine Team wird sein neues Auto erst zwei Tage vor dem ersten Rennwochenende präsentieren. Bei den ersten Grand Prix werden Sato und Davidson stark unter dem Erfahrungsrückstand leiden.

11. Spyker-Ferrari

Außer dem Honda war kein Auto in diesem Winter zuverlässiger als der Spyker. Doch was wie eine Stärke aussieht, ist in Wirklichkeit die Begleiterscheinung der größten Schwäche: Da der Spyker F8-VII lediglich eine Weiterentwicklung des Vorjahresautos ist, gibt es nur wenig neue Parameter, die der neue Technik-Chef Mike Gascoyne in den Griff bekommen musste. Andererseits war schon der Vorgänger ein langsames Auto. Dank des kleinen Budgets besitzt die niederländische Truppe zu wenig Entwicklungspotenzial, um während der Saison nennenswert aufzuschließen.

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