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Neuer Streit zwischen FIA und ACO über die GT-Rennwagen

ACO prüft Aussetzung der GT1-Klasse für 2010

Thomas MUTSCH (GER) - Thomas BIAGI (ITA) / FORD GT GT1 N°44 Team MATECH GT RACING Foto: DPPI / FIA GT 62 Bilder

Der ACO prüft laut Aussage seines General-Direktors Remy Brouard die Aussetzung der GT1-Klasse für das Le Mans-Rennen im Jahr 2010. Im nächsten Jahr tritt ein neues GT-Reglement in Kraft, das in Zusammenarbeit zwischen FIA und ACO erarbeitet wurde.

01.06.2009 Powered by

Vergangenes Jahr verständigten sich ACO und FIA auf eine Arbeitsteilung: Der ACO ist zuständig für die Formulierung des Prototypen-Reglements (LMP1 und LMP2), die FIA erhält die Oberhoheit beim GT-Reglement.

Nächstes Jahr nur GT2-Klasse in Le Mans
 
Dazu sollten FIA und ACO das Reglement der jeweils anderen Seite akzeptieren und übernehmen. Dieser Konsens wird nun möglicherweise durch die Pläne des ACO aufgeweicht. Remy Brouard erklärte beim zweiten Lauf der Le Mans Serie in Spa, dass ein Vorschlag der Hersteller auf dem Tisch läge, nächstes Jahr nur die GT2-Klasse in Le Mans auszuschreiben.
 
"Es stimmt, dass die Hersteller diesen Vorschlag gemacht haben. Auch die Mehrzahl der Teams scheint die Sache ähnlich zu sehen, und in Zeiten der Wirtschaftskrise müssen wir auf unsere Kunden hören", so Brouard. "Das Konzept von WM-Promoter Stéphane Ratel zielt auf unabhängige Teams, weniger auf die Hersteller. Wir verstehen seinen Ansatz, doch beim 24h-Rennen in Le Mans stehen die Hersteller im Vordergrund. Wir sehen nicht, dass sich die Hersteller in der neuen GT1-Klasse engagieren. In der GT2-Klasse jedoch starten sehr viele Hersteller wie Porsche und Ferrari."

Sollte der ACO seine Pläne umsetzen und die GT1-Klasse für 2010 aussetzen, so wäre dies ein Fiasko auch für Ratel: Sein Konzept basiert darauf, dass die privaten Konstrukteure ihre Rennwagen auch an Teams verkaufen können, die in Le Mans starten. Pro Hersteller sind in der GT1-WM maximal vier Autos erlaubt.

Um die Entwicklungskosten wieder einzuspielen, müssen die Konstrukteursteams wie Matech oder Reiter aber mehr als vier Autos verkaufen. Ein Hintergrund der ACO-Pläne ist wohl auch das Zerwürfnis zischen dem ACO und der FIA über die Homologation des BMW M3.

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