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FIA Urteil

Eigentor für Ferrari

Foto: dpa

Ferrari zeigt sich von dem Urteil des FIA-Weltrates in der Spionage-Affäre um McLaren-Mercedes enttäuscht und übt harte Kritik am Weltverband.

27.07.2007 Michael Schmidt Powered by

Maranello spricht von einem Anschlag auf die Glaubwürdigkeit des Sports und will nicht verstehen, wie einer schuldig gesprochen werden kann und doch nicht bestraft wird. Der harsche Tonfall gegen das höchste Gremium des Weltrates überrascht. "Wenn wir uns das leisten würden", sagte ein anderer Teamchef, "würde uns die FIA bestrafen, weil wir den Sport in Misskredit gebracht hätten."

Ferrari wollte Punktabzug für McLaren

Die FIA behält sich deshalb das Recht vor, gegen Ferraris Kritik vorzugehen. Trotz der Vorwürfe aus Italien bleibt Präsident Max Mosley gelassen. Tatsächlich hat sich Ferrari mit seinem Statement selbst bloßgestellt. Die Reaktion verstärkt den Eindruck, dass es Ferrari vornehmlich darum gegangen ist, dass dem WM-Gegner Punkte abgesprochen werden. Doch was wäre ein WM-Titel am grünen Tisch wert gewesen? Tenor im Formel 1-Fahrerlager: Nichts.

Der Weltverband kann sich noch aus einem anderen Grund beruhigt zurücklehnen. Das Urteil und die Reaktion darauf ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Weltverband doch nicht der verlängerte Arm von Ferrari ist, wie in Formel 1-Kreisen gerne gemunkelt wird. Der Schuldspruch in Bezug auf Artikel 151c gibt Ferrari außerdem die Möglichkeit zivilrechtlich auf Schadensersatz zu klagen.

Politisches Zeichen von Ferrari

Das hätten eigentlich auch die Ferrari-Anwälte erkennen müssen. Umso mehr verstärkt sich jetzt der Eindruck, dass Ferrari auf dem einfachen Weg den WM-Titel gewinnen wollte. Interne Quellen behaupten, dass Rennleiter Jean Todt gar nicht der Drahtzieher der Kritik an der FIA ist. Dazu kennt der Franzose die Gepflogenheiten in diesem Geschäft viel zu gut. Wer sich mit der FIA anlegt, zieht langfristig immer den Kürzeren.

Tatsächlich soll Fiat-Chef Luca di Montezemolo hinter der Verurteilung der FIA-Entscheidung stecken. Montezemolo, so die Buschtrommeln, wollte damit ein politisches Zeichen setzen und die Ehre Ferraris retten. Wenn er sie damit mal nicht beschädigt hat.

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