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Fiat baut weiter Stellen ab

Der italienische Fiat-Konzern will in seiner Krise zusätzlich fast 2.900 Stellen streichen.

16.05.2002

Der italienische Fiat-Konzern will in seiner Krise zusätzlich fast 2.900 Stellen streichen. Davon sollen alleine 2.442 Arbeitsplätze in der Autosparte abgebaut werden, teilte das Unternehmen nach einem Treffen mit Gewerkschaftssprechern am späten Mittwochabend (15.5.) mit. Die italienischen Gewerkschaften kündigten für die kommenden Tage einen zweistündigen Streik an. Fiat beschäftigt weltweit fast 200.000 Menschen, die Hälfte davon in Italien.

Hilfe vom italienischen Staat?

Auch der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi verfolgt die Schwierigkeiten bei Fiat und will dem finanziell angeschlagenen Konzern helfen. Die Auto-Industrie habe mit am meisten unter den Folgen der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA gelitten, sagte Berlusconi am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung. Die italienische Regierung prüfe unterschiedliche Möglichkeiten. Sie wolle aber "den freien Markt nicht verletzen" und "allen Marktteilnehmern gleiche Möglichkeiten anbieten". Auf die Frage, ob Fiat in "italienischen Händen" bleiben solle, antwortete Berlusconi, dass er nicht berechtigt sei, dazu "eine Meinung, ein Urteil oder eine Vorhersage" abzugeben. Fiat hat eine Option, seine Autosparte 2004 an den US-Automobilhersteller General Motors zu verkaufen.

Der Turiner Konzern hatte bei der Hauptversammlung am Dienstag für das erste Quartal 2002 einen Verlust von 529 Millionen Euro gemeldet. Wegen des Einbruchs der Autoverkäufe um rund 15 Prozent war auch der Umsatz um vier Prozent auf 14,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte der Konzern ein drastisches Sparprogramm mit Stellenstreichungen und Werkschließungen in Gang gebracht.

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