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Fiat Chrysler-Zukunft

Große Pläne für Alfa, Maserati & Co.

Alfa Romeo Gloria Concept Foto: SB-Medien 46 Bilder

Auf einer Investorenkonferenz in Auburn Hills stellt der Fiat Chrysler-Konzern die Weichen für die Zukunft und gibt einen Ausblick auf die Modellentwicklung aller Marken. Wir haben alle Modellneuheiten der Marken Jeep, Chrysler, Dodge, Fiat und Alfa.

06.05.2014 Uli Baumann

Kräftig Gas geben will der Fiat Chrysler-Konzern bei der Marke Alfa Romeo. Zwischen 2015 und 2018 soll die Marke acht neue Modelle an den Start bringen, die ausschließlich auf Hinterrad- oder Allradantrieb setzen und allesamt in Italien gefertigt werden sollen. Sie sollen alle eine optimale Gewichtsverteilung von 50:50, eine überdurchschnittliches Leistungsgewicht und ein typisch italienisches Design an den Start bringen. 2018 sollen die Italiener auf ein Volumen von 400.000 Fahrzeugen jährlich kommen.

Auf der Antriebsseite will Alfa Romeo auf Vier- und Sechszylinder-Diesel und -Benziner setzen. Das Leistungsspektrum soll dabei von knapp über 100 bis knapp über 500 PS - Diesel von knapp über 100 bis rund 350 PS - reichen. Im Visier hat man mit den neuen Modellen besonders die deutschen Premiumanbieter.

Zum Modellprogramm werden zwei neue Kompaktmodelle als Giulietta-Nachfolger zählen, zwei neue Mittelklassemodelle, ein Modell in der Oberen Mittelklasse, zwei Crossover/SUV-Modelle sowie einen besonderen Sportwagen. Der Alfa Mito wird ohne Nachfolger eingestellt. Verschwunden aus der Alfa-Planung ist der Spider-Nachfolger, der auf Mazda MX-5-Basis entstehen sollte. Dieser dürfte nun ab 2015 unter dem Fiat-Label laufen und wird in der dortigen Planung als "Specialty"-Modell geführt.

Zur Umsetzung der ambitionierten Pläne soll die Alfa-Entwicklungmannschaft von derzeit 200 auf 600 Mann aufgestockt werden. Ergänzend sollen Ferrari-Manager die Entwicklungsmannschaft unterstützen. Insgesamt sollen in den Neustart von Alfa Romeo vier bis fünf Milliarden Euro investiert werden.

Jeep bringt großen SUV

Der Modellfahrplan für die Marke Jeep sieht ein Produktionsende für die Modelle Patriot und Compass im Jahr 2016 vor. Beide werden durch einen neuen Kompakt-SUV ersetzt. Ebenfalls komplett neu kommen ab 2017 der Jeep Wrangler und der Jeep Grand Cherokee. Letzterer erhält aber 2015 nochmal eine kleine Modellpflege. Der eben in Deutschland eingeführte neue Cherokee erhält bereits 2016 ein Facelift. Und mit den Zug nach noch Größerem schiebt Jeep 2018 den Grand Wagoneer als Siebensitzer mit drei Sitzreihen nach, der vorwiegend auf den US-Markt zielt.

Die Pläne für die Fiat-Nutzfahrzeugsparte sehen für 2015 einen neuen Doblo, für 2016 einen neuen Fiorino und einen neuen Pickup vor. Beim Ram werden alle Modelle bis 2018 sukzessive modellgepflegt.

Maserati Alfieri kommt als Coupé und Cabrio

Für Marke Maserati sehen die Pläne bis 2018 den bereits angekündigten SUV Levante (2015) und eine Neuauflage des GranTurismo (2018) vor. Zudem wurde die Produktion der in Genf gezeigten Studie Alfieri bestätigt, die bereits 2016 als Coupé und 2017 als Cabrio aufgelegt werden soll.

Zudem soll der Ghibli noch einen 250 PS-Diesel bekommen. Geplant ist auch ein neuer V8-Benziner  mit über 560 PS, der im Ghibli, dem Quattroporte und dem Levante eingesetzt werden soll. Der Alfieri bekommt V6-Benziner mit 410 bis 520 PS sowie optional Allradantrieb. Für Levante und Quattroporte stößt zudem noch ein 340 PS starker V6-Diesel ins Programm.

Für Ferrari stellt Fiat Chrysler-Boss Marchionne klar, die Marke ist nicht zu verkaufen. Zudem soll bis 2018 jedes Jahr ein neues Modell vorgestellt werden. Der Lebenszyklus der einzelnen Modelle wird auf 4 Jahre festgeschrieben, wobei jedem Serienmodell eine Sonderversion nachfolgt, die ebenfalls vier Jahre im Programm bleibt. Das Motorenprogramm wird auch weiter V8- und V12-Motoren umfassen. Weitere Details wurden nicht genannt.

Fiat ergänzt sein Modellprogramm in Europa ab 2014 mit dem lange erwarteten SUV 500X. 2015 beginnt dann mit einer kompakten Limousine der Start einer neuen Kompakt-Familie, die 2016 um einen Kombi und eine Steilheckversion ergänzt wird. Ebenfalls 2016 soll ein neues B-Segment-Modell aufgelegt werden. Für das Jahr 2017 ist ein weiteres kompaktes Crossover-Modell eingeplant. Der neue Panda ist für 2018 vorgesehen.

Dodge soll sportlicher werden

Bei Chrysler sehen die Modellplanungen neben der komplett neue Version des 200ers, die 2014 startet, eine Modellpflege für den Chrysler 300 in 2014 sowie ein neues Modell im C-Segment ab dem Jahr 2016 vor. Komplett neu kommt 2016 auch der Town&Country (bei uns als Voyager bekannt), der auch als Plug-in-Hybrid-Variante kommen wird. 2017 steht dann der 200er zur Modellpflege an. Ebenfalls 2017 soll zudem ein neues Full-Size Crossovermodell - auch als Hybrid-Version - das Portfolio ergänzen. 2018 stehen dann die Neuauflage des Chrysler 300 sowie ein neues Mittelklasse-Crossover-Modell an.

Die Marke Dodge wir sich zukünftiger sportlicher aufstellen. Der Challenger wurde eben erst überarbeitet, der Charger neu aufgelegt. 2015 erhält die SRT Viper eine Modellpflege. 2016 stehen dann die Neuauflage von Dart und Journey an - beide dann auch mit SRT-Version. Für den Durango ist 2017 eine Modellpflege eingeplant. Anfang 2018 steigt Dodge dann mit einem neuen Kompaktmodell mit Vorderradantrieb in den Markt ein. Im Laufe des Jahres folgen dann die Neuauflagen von Challenger und Charger sowie ein neues Mittelklassemodell, das als Limousine und Coupé eingeplant ist. Komplett eingestellt werden der Avenger (2014), dessen Part der Chrysler 200 übernehmen soll, und der Dodge Caravan (2016).

Die Marke Lancia wird sich künftig auf den italienischen Markt beschränken und dort auch nur noch das Modell Ypsilon anbieten.

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