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Fiat

Ende der Durststrecke

Foto: Fiat

Fast schon hatte man sich an das immer gleiche Lied gewöhnt: "Fiat Auto steckt in einer tiefen Krise", lautete der Refrain, wenn alle drei Monate in Turin die Quartalszahlen präsentiert wurden. Jetzt scheint ein Ende der Durststrecke in Sicht zu sein.

30.01.2006

Stolze 17 Mal hintereinander musste das Turiner Traditionshaus rote Zahlen im operativen Bereich seines Kerngeschäfts verzeichnen. Am Montag (30.1.) legte das Management eine Bilanz vor, die sich sehen lassen kann. Dank einer aggressiven Strategie und konkurrenzfähigen neuen Modellen hat sich die Autosparte aus ihrer tiefen Krise emporgekämpft. Im letzten Quartal 2005 verbuchte das Geschäft mit den Fiat-Flitzern erstmals wieder ein operatives Plus von 21 Millionen Euro.

Sah es zeitweise so aus, als würde Italien sein berühmtestes Auto-Unternehmen verlieren und an die Amerikaner von General Motors verkaufen, hat die Gruppe in den vergangenen Jahren eine Kehrtwende um 180 Grad vollzogen. Eigentlich ist es Giuseppe Morchio zu verdanken, dass sich der Konzern eines Besseren besonnen hat: Der Manager, der Fiat in der schlimmsten Zeit der Krise 2003 und 2004 leitete, entschied, die Autos wieder in den Vordergrund zu stellen und stattdessen kleinere Sparten abzuwerfen. Ziel seines ausgetüftelten Sanierungsplans war es, Fiat bis 2006 wieder rentabel zu machen.

Auch die neue Führungsspitze unter Präsident Luca di Montezemolo und Vorstandschef Sergio Marchionne ist diesem Konzept treu geblieben und hat es in harter Kleinarbeit in die Tat umgesetzt. Mit dem neuen Grande Punto und den neuen Modellen von Lancia und Alfa Romeo will er in diesem Jahr in Italien einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen, sagte Marchionne in Turin. "Ich bin höchst zufrieden mit diesen Ergebnissen. Alle Geschäftsbereiche haben sich verbessert", freute sich auch Montezemolo bei der Vorstellung der Bilanz. Im kommenden Jahr will Fiat weltweit rund 1,8 Millionen Autos verkaufen.

Weiter an internationalen Allianzen arbeiten

Die wohl wichtigste Hürde für eine langfristige Sanierung nahm Fiat im vergangenen Februar, als die Gruppe es schaffte, den Streit mit GM um die Verkaufsoption der Autosparte mit einem Milliarden-Deal beizulegen. Immerhin 1,56 Milliarden Euro kassierten die Turiner von dem US-Riesen, der sich so aus der damals unrentablen Vertragsklausel - und einer lästig gewordenen Partnerschaft - freikaufte.

Dennoch sieht sich das italienische Unternehmen nicht als Einzelkämpfer. Erst vor wenigen Monaten ging der Konzern deshalb eine neue industrielle Partnerschaft mit Ford Europe ein. Die beiden Autobauer wollen künftig gemeinsam Kleinwagen entwickeln: Für Fiat den zukünftigen Fiat 500 und für Ford den Erben des Ka. "Wir werden weiter an internationalen Allianzen arbeiten. Wir hoffen bis Ende 2006 eine neue Vereinbarung mit einem anderen Konstrukteur anzukündigen", sagte Marchionne. Fiat baut wieder ganz auf Autos.

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