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Elektroauto GM EV-1

Dokumentationsfilm zur Verschrottung des GM EV-1

Foto: Sony Pictures Home Entertainment 31 Bilder

Die Dokumentation "Who killed the Electric Car?" sucht nach den Gründen, warum die bei den Nutzern äußerst beliebten Zero-Emmission-Fahrzeuge EV-1 von GM eingezogen und verschrottet wurden.

24.04.2009 Kai Klauder Powered by

2002 ließ GM sämtliche Exemplare des fortschrittlichen EV-1 einziehen - rund 1.120 Fahrzeuge - und verschrotten - unter heftigem Protest der Nutzer. Doch warum? Dieser Frage geht Chris Paine in seinem dokumentarischen Film "Who killed the Electric Car?" nach.

Hollywood-Schauspieler mochten den GM EV-1

Tom Hanks, Mel Gibson trauern, Baywatch-Star demonstriert bis zur Verhaftung. Viele Hollywood-Stars kommen zu Wort. Sie alle zeigen sich noch Jahre nach der erzwungenen Abgabe begeistert von dem EV-1 und verwundert über das Vorgehen. Mel Gibson etwa wundert sich über die seitenlangen Angaben, die er abgeben musste, um das Auto leasen zu dürfen. Tom Hanks wird bei seinem Auftritt bei David Letterman gezeigt. Er verteidigt das Auto: "Es ist kein Clown-Car", ..."hat eine Reichweite von 70 bis 80 Meilen, was für meine Bedürfnisse ausreichend ist", "Ich rette America, wenn ich ein elektrisches Auto fahre", ... "Du musst nie wieder an einer Tankstelle halten - ist das Freiheit, America?"

Baywatch-Star Alexandra Paul schloss sich den Demonstranten an und wurde am 14. März 2005 bei einer Demonstration gegen die Verschrottung festgenommen. Die Dokumentation zeigt Aufnahmen von der Demonstration und der Festnahme Pauls.

Die Gründe für die Vernichtung

Die Gründe für das Scheitern, die die Dokumentation nennt, sind so vielfältig wie nachvollziehbar: Konsumenten, die der neuen Technik nicht vertrauen, die Petrol-Industrie, die um ihren Einfluss und höhere Renditen fürchtet oder die Auto-Hersteller, die jahrzehntelang nicht viel an der Technik änderten, nun aber umso mehr Geld investieren müssten, um die hohen Auflagen zu erfüllen. Die Batterie-Technik stellte die Forscher vor große Aufgaben: Zu schwer, zu wenig Leistung und Reichweite, zu lange Ladezeiten.

Paine beäugt auch die Regierung, die auf Druck von Lobbyisten, der Industrie und Außenbeziehungen das Gesetz der Zero-Emission-Vehicles kippte. Das California Air Resources Board, dessen Mitglieder aufgrund ihrer engen Verflechtungen mit der Industrie und unterschiedlichsten Sozialisationen schließlich einen Rückzieher machte. Alle diese Faktoren werden untersucht und im Stile eines Prozesses für "schuldig" oder "nicht schuldig" erklärt. Von Seiten des GM-Konzerns wird angegeben, da eine Ersatzteilversorgung nicht gewährleistet werden konnte, wurden alle Exemplare zurückgerufen. Diese Möglichkeit behielt sich GM ausdrücklich im Leasingvertrag vor.

GM EV-1: Vertriebsprobleme, Werbung, Interessenten

Aufhorchen lassen die Szenen, bei denen Nutzer und Vertriebsangestellte zu Wort kommen. Sämtliche befragte Nutzer waren mit dem EV-1 zufrieden und können die Entscheidung zur Verschrottung nicht nachvollziehen. Viele von Ihnen organisierten sich und demonstrierten gegen den Abtransport der Fahrzeuge.

In Interviews mit Verkäufern stellt der Film die repressive Verkaufspolitik dar. Rund 5.000 Interessenten wollten einen EV-1 kaufen, sagt eine Verkäuferin im Film, doch sie durften nicht. Auch auf die mangelhafte Werbung geht Paine ein. So sei den Leuten eher Angst vor der neuen Technik gemacht worden, als die Vorteile zu zeigen.

Empfehlung: Sehen und eigenes Bild machen

Die Dokumentation sollte zum Kanon eines jeden an Fahrzeugen, Politik und Wirtschaft Interessierten gehören. Viele Punkte bedürfen der Nachfrage und man sollte sich in das Thema vertiefen. Damit erfüllt die Dokumentation das ureigenste Ziel dieses Genres: Interesse wecken.

Links zum Thema

Kritik an einigen Thesen des Films von Karl Brauer, Editor in Chief of Edmunds.com

Plug in America – Eine Internetseite, die viele Informationen rund ums Thema Elektroauto und Hybrid-Fahrzeuge bietet

//ev1.org/:Chronolgie der Ereignisse und Informationen über den EV-1

//ev1-club.power.net/:Viele Bilder der Verschrottungsaktion und von Demonstrationen sowie Filmkritiken

Die DVD-Daten*
Direktbestellung:AmazonMotor Klassik-Wertung:***** Titel: Who killed the Electric Car? Laufzeit: 89 Minuten Regisseur:Chris Paine
Studio:Sony Pictures Home Entertainment
Produktionsjahr:2006
DVD-Erscheinungstermin: 09.10.2008
*alle Angabenohne Gewähr, Stand 12/2008
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