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Filter-Nachrüstung

So wird's grün

Gebrauchte Diesel waren lange die Renner – nun bekommen sie keine grüne Feinstaubplakette. Oder doch? 4wheelfun zeigt Wege aus der Aufkleberfalle. Für Allradler waren Dieselmotoren fast immer erste Wahl, denn dank geringeren Verbrauchs und niedrigerer Spritpreise konnte man die Unterhaltskosten noch bezahlen. So einfach ist das jetzt nicht mehr: Innerstädtische Umweltzonen grenzen viele Diesel aus. Besonders ältere Modelle wie der Mercedes G 350 Turbodiesel (ab 1993) oder gar Klassiker wie der Land Rover Defender 110 (als Tdi seit 1997) haben es schwer. Mit Schadstoffklasse Euro 1 abgestraft, dürfen sie nicht mehr in die Umweltzonen. Vorläufige Lösung: spezielle Kats zum Nachrüsten (siehe „Tipps“). Das bringt wenigstens den roten Aufkleber. Für eine bessere Einstufung wären hier Rußfilter erforderlich, die jedoch von den Nachrüstern nicht angeboten werden.

20.12.2007 Powered by

Aber auch junge Dieselmodelle haben ein Problem: Mit roter oder gelber Plakette dürfen sie zwar in die Umweltzone, doch wie lange noch? In Berlin beispielsweise ist schon 2010 Schluss. Ab dann geht’s nur noch mit Grün. Käufer, die mit einem gebrauchten Diesel liebäugeln, kommen daher an einem mit Rußfilter nicht vorbei. Die gute Nachricht: Für eine ganze Reihe neuerer Geländewagen und SUVs gibt’s passende Filter – und damit die grüne Plakette. Doch für andere – wie etwa Land Rover oder Mitsubishi – sieht es eher schlecht aus. Zwar wird es sukzessive für weitere Offroader Nachrüstfilter geben – für welche Modelle ist aber unklar. Mit dem Filter verbessert sich die Partikelminderungsstufe (PM) des Fahrzeugs und damit die Farbe der Plakette (siehe Schaubild). Achten Sie also beim Kauf eines Diesel-Offroaders darauf, ob er einen Filter hat oder sich nachrüsten lässt, sonst fällt die Shopping-Tour in die City künftig flach. Der Staat fördert den Einbau mit 330 Euro, und natürlich steigt der Wert des Autos. Abgasnorm und damit die Kfz-Steuer verändern sich allerdings nicht.

TippsDiesel-Katalysator testenBevor ein Rußfilter nachgerüstet wird, muss sichergestellt sein, dass der vorhandene Diesel-Katalysator einwandfrei arbeitet – das sollte im Rahmen einer Abgasuntersuchung (ASU) überprüft werden. Ist der im Fahrzeug eingebaute serienmäßige Oxi-Kat älter als fünf Jahre oder hat er mehr als 80 000 Kilometer hinter sich, sollte er ausgetauscht werden. Ausschlaggebend dafür ist das Ergebnis der Abgasuntersuchung.Zusatz oder Austausch?Fast jeder Hersteller von nachrüstbaren Rußpartikelfiltern bietet zwei verschiedene Varianten an: Zusatzsysteme (ZS) werden hinter dem vorhandenen Katalysator in den Auspuffstrang eingebaut. Sie sind günstiger in der Anschaffung als Austauschsysteme (AS). Das sind Kombinationen aus Oxidationskatalysator und Diesel-Partikelfilter, die anstelle des serienmäßigen Katalysators eingebaut werden.Wirkungslose Filter?Die gab es, doch die entsprechenden Anlagen sind vom Markt. Alle ABE-Nummern der betroffenen Rußpartikelfilter finden Sie unter www.kba.de. Plakette bei Euro 1? Auch für alte Diesel mit der Schadstoffklasse Euro 1 besteht die Möglichkeit, die rote Feinstaubplakette zu erhalten. Wird ein spezieller Katalysators nachgerüstet, gibt’s die Schadstoffklasse Euro 2.

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