Finanzkrise erreicht BMW

Die internationale Finanzkrise hat nun auch beim Autobauer BMW Spuren hinterlassen. Wie das Unternehmen am Donnerstagabend (24.4.) in München ankündigte, muss die Risikovorsorge wegen fallender Gebrauchtwagenpreise und Kreditausfällen in den USA aufgestockt werden.

Insgesamt rechnet BMW in diesem Jahr dadurch mit Belastungen in Höhe von 236 Millionen Euro. Dennoch bekräftigten die Münchner ihren Ausblick für das Gesamtjahr.

"Nach jetzigem Kenntnisstand reicht diese Vorsorge aus", sagte ein Sprecher auf Anfrage. Verbucht wird der Betrag im ersten Quartal. Ob wegen der Belastungen weitere Sparmaßnahmen bei BMW notwendig werden, wollte der Sprecher zunächst nicht kommentieren. Er verwies auf eine Telefonkonferenz am nächsten Dienstag (29. April) anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal.

Zur Begründung teilte BMW weiter mit, im Zuge der Finanzmarktkrise seien vor allem in Nordamerika die Gebrauchtwagenpreise und damit die Erlöse für Fahrzeuge, die aus Leasingverträgen zurückkommen, gesunken. Dieser Abwärtstrend habe sich im März verstärkt. Der Autobauer muss nun für erhöhte Kreditausfälle und möglichen Wertminderungen bei Leasingfahrzeugen Geld zur Seite legen.

Dennoch will BMW die für dieses Jahr angepeilten Ziele erreichen. Geplant ist eine weitere Steigerung des Gewinns vor Steuern. Im vergangenen Jahr hatte BMW vor Steuern bereinigt 3,78 Milliarden Euro verdient. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge soll nach gut 1,5 Millionen im vergangenen Jahr wie bereits angekündigt auf einen neuen Rekordwert steigen. Bis 2012 ist die Marke von 1,8 Millionen verkauften Fahrzeugen angepeilt. Zu diesem Zeitpunkt soll die Umsatzrendite im Autogeschäft außerdem bei acht bis zehn Prozent liegen.

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dpa

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