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Finanzkrise

Porsche leidet unter Absatzschwäche

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Der Autobauer Porsche konnte sich im neuen Geschäftsjahr dem allgemeinen Abwärtstrend in der Autobranche nicht entziehen. Der Umsatz sei von August bis Ende November im Vergleich
zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro gesunken.

19.12.2008

Das teilte der Porsche am Donnerstag (18.12.) in seinem Zwischenbericht für die ersten vier Monate seines Geschäftsjahres 2008/09 mit. Der Absatz ging um 18,7 Prozent auf 25.016 Fahrzeuge zurück. Auch der operative Gewinn habe unter dem Vorjahresniveau gelegen.


Boxster bricht stark ein

Der Absatz des Boxster brach den Angaben zufolge in den vergangenen vier Monaten um 58,9 Prozent ein. Beim Cayenne ging die Zahl der verkaufen Autos um 8,8 Prozent zurück. Die 911-Baureihe schnitt mit einem Absatzrückgang von 6,9 Prozent am besten ab. Weltweit entwickelten sich die einzelnen Regionen in den vergangenen vier Monaten ungefähr gleich schlecht: In Deutschland ging der Absatz um 18,6 Prozent auf 3.218 Einheiten zurück, in Nordamerika sanken die Verkaufszahlen um 18,2 Prozent auf 8.814 Fahrzeuge. In den übrigen
Regionen verkaufte Porsche mit 12.984 Fahrzeugen 19,1 Prozent weniger Autos.

Keine Hoffnung auf Besserung für 2009

Und 2009 dürfte sich kaum etwas ändern: Auch für das kommende Jahr geht Porsche von einem spürbaren Rückgang der Absatzzahlen aus. Alle Zeichen deuteten auf einen schwerwiegenden Nachfrageeinbruch hin. Vor allem in den USA lasse sich die weitere Entwicklung kaum noch
zuverlässig kalkulieren, hieß es. Trotzdem wolle der Autobauer weiterhin keine Rabatte einräumen. Stattdessen soll die Produktion angepasst werden, um die Nachfrageschwäche aufzufangen.

Die Aktie büßte kurz einen Teil ihrer Kursgewinne ein, stieg dann aber wieder um 3,78 Prozent auf 50,21 Euro.

VW-Beteiligung brachte Rekordergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 hatten die Stuttgarter zwar dank der Beteiligung an Volkswagen einen Gewinnsprung auf 8,57 Milliarden Euro vor Steuern verbucht und das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren. Beim operativen Geschäft vor Steuern kamen sie aber wegen der allgemeinen Absatzschwäche in Deutschland und den USA mit rund einer Milliarde Euro nicht über das Vorjahresniveau hinaus.

Außerdem hält Porsche weiterhin an dem Ziel fest, die VW-Beteiligung so bald wie möglich auf 50 Prozent und im Jahr 2009 auf 75 Prozent auszubauen. Inzwischen halten die Stuttgarter 42,6 Prozent der Volkswagen-Stammaktien. Der Umfang der von Porsche gehaltenen Optionen belaufe sich zum 30. November auf rund 28,1 Prozent der VW-Stammaktien. Voraussetzung für einen Ausbau des Anteils sei aber, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Dazu zählt der Sportwagenbauer auch den Aktienkurs. Entscheidend für Porsche sei jedoch der durchschnittliche Anschaffungspreis aller von ihm gehaltenen VW-Stämme. Aus diesem Grund könnten die Stuttgarter auch zu Kursen oberhalb von 200 bis 250 Euro zukaufen. Zuletzt notierte
die VW-Aktie bei mehr als 300 Euro.

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