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Finanzkrise

PSA lehnt Staatseinstieg ab

Foto: PSA

Der Autohersteller PSA Peugeot Citroën hat eine "Neugründung" der französischen Autobranche gefordert, aber jeden Staatseinfluss auf Entscheidungen des Managements zurückgewiesen.

20.01.2009

"Der Staat muss der Autobranche helfen, die Kurve der neuen Technologien zu nehmen", sagte PSA-Chef Christian Streiff dem Pariser "Figaro". Eine direkte Staatshilfe sei "unter Bedingungen vorstellbar, die weder unsere Kapitalstruktur noch unsere Unabhängigkeit oder Handlungsfreiheit verändern".

Starke Zulieferer schaffen

Mit Verweis auf die deutschen Konzerne Continental und Bosch forderte Streiff die Schaffung starker Zulieferer in Frankreich. Der Staat müsse den Herstellern bei der Entwicklung von Hybridtechnik helfen und für billigeres Geld sorgen. Streiff warf den Banken vor, ungerechtfertigt hohe Zinsen für Darlehen zu verlangen. Die Automärkte hätten möglicherweise ihren Tiefpunkt erreicht. Zum Krisenende werde es einen Konzentrationsprozess geben, sagte er.

Sarkozy: Keine Hilfe ohne Gegenleistung

Präsident Nicolas Sarkozy fordert von den Autoherstellern als Gegenleistung für Finanzhilfen, dass sie keine Fertigung ins Ausland verlagern und keine Werke schließen. Mitglieder der Regierung dringen sogar auf ein Rückholen von Fertigung aus dem Ausland nach Frankreich. "Künftig wird es keine öffentliche Hilfe ohne Gegenleistung mehr geben", hatte Sarkozy am Montag (19.1.) bekräftigt. Von den Banken verlangt der Präsident den Verzicht auf Boni für Manager.

Weitere Hilfen angekündigt

Sarkozy will in etwa zehn Tagen neue Hilfen für die Autobranche verkünden. Über die Wege sollte an diesem Dienstag auf einer Konferenz mit Vertretern der Branche, des Staates, der EU und der Wissenschaft debattiert werden. Industrie-Staatssekretär Luc Chatel schlug günstige Kredite sowie Staatsbeteiligungen an den Autoherstellern vor. PSA ist gegen einen Staatseinstieg. Renault hat den Staat bereits als Großaktionär und ist für eine Kapitalerhöhung offen.

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