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Fahrzeugkonzept flexHVC

MAN 8x8-Bus für Krisengebiete

Flexibles humanitäres Fahrzeugkonzept flexHVC – MAN Bus 8x8 für Krisengebiete Foto: Flexibles humanitäres Fahrzeugkonzept flexHVC – MAN Bus 8x8 für Krisengebiete 3 Bilder

Ein Designstudent hat ein Konzept erarbeitet, um in Krisengebieten möglichst effektiv helfen zu können. Seine Lösung ist ein geländegängiger 8x8-Bus. Dieser soll gegenüber herkömmlichen Lkw große Vorteile bieten.

28.11.2016 Torsten Seibt 2 Kommentare Powered by

Kriege, Krisen, Naturkatastrophen – die Welt ist in den vergangenen Jahrzehnten weder sicherer noch friedlicher geworden. Bewaffnete Konflikte, aber auch der Ausbruch von Epidemien oder Verwüstungen nach Erdbeben, Stürmen, Überflutungen fordern den internationalen Hilfsorganisationen immer mehr ab. Unabdingbar in solchen Szenarien sind Einsatzfahrzeuge mit hoher Nutzlast, um Hilfsgüter und technisches Gerät in die Krisengebiete zu befördern. Statt der üblichen Allrad-Lkw hat ein Student der Hochschule für Gestaltung in Offenbach eine Alternative durchgeplant. Mit Unterstützung des Nutzfahrzeugherstellers MAN designte er einen geländegängigen 8x8-Bus für solche Einsatzzwecke.

Militär-8x8 als Basis

Als Chassis kommt das geländegängige MAN GL 8x8 mit Frontmotor zum Einsatz. Dieser Militär-Lkw, der unter anderem bei der Bundeswehr, aber auch als Basis für Flughafen-Feuerwehrfahrzeuge genutzt wird, gilt in Fachkreisen als eines der geländetauglichsten Radfahrzeuge überhaupt und hat auch technisch einige Besonderheiten, die ihn gegenüber Standard-Lkw im Geländeeinsatz überlegen machen – zum Beispiel der Einsatz von Schraubenfedern oder der geschützte Motor, mit dem selbst tiefste Wasserdurchfahrten problemlos möglich sind. Dadurch wird beim flexHVC-Konzept auch der Aufbau als 6x6 oder 4x4-Variante denkbar, in all diesen Ausführungen wird der MAN GL angeboten.

Das flexHVC-Konzept besteht aus drei Bereichen: Im vorderen Bereich befindet sich eine Wohneinheit für bis zu vier Personen und das Fahrerhaus. Damit die Besatzung auch in Kriegsgebieten bestmöglich geschützt ist, verfügt das Fahrzeug über einen gepanzerten Boden und ein geschütztes Cockpit. Der hintere Teil des flexHVC 8x8 bildet das hochspezialisierte Kernstück des Busses. Es verfügt über ein Schienensystem, mit dessen Hilfe vom Heck aus bei der vierachsigen 8x8-Version zwei sogenannte Module ins Fahrzeug geschoben werden können.

Containertaugliche Einsatz-Module

Diese Module verfügen über unterschiedliche Ausstattungen und können je nach Einsatzanforderungen individuell gewählt werden. Eine Modul-Variante kann mit bis zu sechs Betten bestückt werden. Alternativ gibt es flexHVC-Module mit medizinischer Ausstattung bis hin zum Operationsraum. Über den Transport der Busse in die Krisenregionen hat sich der Design-Student Johannes Schmutzler ebenfalls Gedanken gemacht. Er wählte daher die Abmessungen der Module so, dass sie in ISO-Containern verschifft werden können.

Bei der Gestaltung legte der Diplomand besonderes Augenmerk auf das Exterieur und dessen Außenwirkung. „Busse wecken keine negativen Emotionen und werden in der Regel nicht als bedrohlich empfunden wie viele andere Fahrzeugarten. Das ist ein wesentlicher Vorteil“, so Stephan Schönherr, Vice President Design Bus bei MAN Truck & Bus. Das Design des flexHVC zeichnet sich durch robuste, aber auch weiche und somit einladende Formen aus, die von klaren Funktionselementen ergänzt werden. In dem Fahrzeug könnten Ärzte damit sogar allgemeinmedizinische, unfallchirurgische und radiologische Untersuchungen und Operationen durchführen. Gleichzeitig ist das Team mobil und nicht an einen Standort gebunden. Mit dem flexHVC ließen sich damit die unterschiedlichsten Einsätze im zivilen, aber auch im militärischen Bereich meistern.

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"Und wundern sich dann um Flüchtlinge, die vor der Gewalt flüchten." => Korrektur in:

Und wundern sich dann über Flüchtlinge, die vor der Gewalt flüchten.

Berndili 29. November 2016, 16:27 Uhr
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