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2006 drohen Horror-Zahlen

Foto: Ford

Schlechte Nachrichten gehören bei Ford derzeit zur Normalität. Trifft aber zu, was angeblich ein internes Papier auflistet, steht dem Autobauer 2006 ein Finanzdebakel ins Haus: In dem Report ist die Rede von einem Verlust von bis zu neun Milliarden Dollar.

14.09.2006

Die noch unter Verschluss gehaltenen Zahlen serviert die "Detroit News" am Donnerstag (14.9.) den Lesern. Offizielle Kommentare von Ford gibt es zu dem Bericht nicht, die "Detroit News", in der Regel blendend informiert über Ford-Interna, beruft sich auf erstklassige Quellen.

Der wirtschaftliche Sprengstoff verbirgt sich hinter einem Report mit dem Titel "Automotive Profit Forecast", der unter der Regie von Chef-Finanzer Don Leclair ausgearbeitet wird. Der Report ist auch wichtige Richtschnur wie radikal die Maßnahmen der zweiten Restrukturierungsrunde ausfallen werden. Den Ergebnissen, die in den nächsten Tagen öffentlich werden sollen, fiebern Autowelt und Ford-Mitarbeiter gleichermaßen entgegen. Zuletzt war die Rede davon, dass bis zu 40.000 Beschäftigte gehen sollen.

Laut Finanzreport wird für das weltweite Autogeschäft 2006 ein Vorsteuerverlust in Höhe von 5,6 bis 5,9 Milliarden Dollar erwartet. Die wahrscheinlichen Kosten aus den laufenden und kommenden Restrukturierungsmaßnahmen eingerechnet, droht eine Ausweitung auf acht bis neun Milliarden Dollar.

Weltweit in den roten Zahlen

Die wenig Hoffnung machende Erkenntnis des Finanzberichts: Ford macht mit seinem Autogeschäft - Südamerika ausgenommen - überall Verluste, auch in Europa. Selbst im boomenden Asiengeschäft bekommt die Kernmarke keinen Fuß auf den Boden und so wird trotz eines erwarteten Gewinns der Ford-Tochter Mazda das Autogeschäft in Asien insgesamt negativ abschließen.

Die im Bericht genannten Zahlen liegen noch unterhalb der von den Wall Street-Analysten erwarteten Verluste. Was dort für Gesprächsstoff sorgt, ist, dass der Cash-Bestand von Ford weiter zusammenschmilzt und nun am Ende des Jahres nur noch bei 17 Milliarden Dollar liegen wird. Erwartet worden waren 20 Milliarden. Die sich abzeichnenden Katastrophenzahlen belegen nach Ansicht von Finanzexperten die Einschätzung, dass sich Ford im Überlebenskampf befindet.

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