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Ford

2009 noch rote Zahlen

Foto: dpa

Scharfe Bremsspuren beim verlustreichen Autobauer Ford: Der zweitgrößte US-Hersteller schafft es im nächsten Jahr nicht wie stets versprochen in die Gewinnzone. Der teure Sanierungskurs auf dem Heimatmarkt dauere länger, gestand Konzernchef Alan Mulally am Donnerstag (22.5.) überraschend in Detroit.

23.05.2008

Ford fährt nun die US-Produktion in diesem Jahr um bis zu 20 Prozent herunter und plant weitere Einschnitte bei den Kosten. Der Rekordölpreis lässt derzeit die Nachfrage weiter einbrechen. An der Börse schmierte die Ford-Aktie ab.

In Europa und anderen Märkten außerhalb den USA verdient Ford im Gegensatz zum Heimatmarkt Geld. Doch das reicht nicht, um die enormen Verluste in den USA auszugleichen. "Es sieht so aus, als ob wir länger brauchen, in Nordamerika wieder profitabel zu arbeiten", räumte Mulally ein. Für 2009 erwartet Ford nun konzernweit lediglich, vor Steuern und Sanierungskosten etwa die Nulllinie zu erreichen. Europa und Südamerika sollen erneut mit starken Ergebnissen helfen.

Im ersten Quartal hatte der US-Hersteller auch dank Europa unerwartet 100 Millionen Dollar Gewinn eingefahren. Das weckte Hoffnungen auf eine schnellere Sanierung. In den vergangenen beiden Jahren hatte sich das Minus auf mehr als 15 Milliarden Dollar (9,5 Mrd Euro) summiert. Dem Autobauer machen wie der Konkurrenz auch steigende Stahl- und Energiekosten zu schaffen. Auch die zwei anderen US-Autobauer General Motors (Opel) und Chrysler häuften zuletzt Milliardenverluste an.

Aktie fällt

Die Ford-Aktie verlor am Donnerstag in der ersten Handelsstunde um mehr als sechs Prozent auf rund 7,30 Dollar. Die Produktion in den USA wird im laufenden zweiten Quartal um weitere 20.000 Autos auf dann 690.000 Stück reduziert - ein Minus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im dritten Quartal fährt Ford die Fertigung sogar um 20 Prozent zurück. Drastische Einschnitte gibt es bei den wegen des kostspieligen Benzinverbrauchs immer schlechter laufenden Geländewagen und Pickups. Von erfolgreichen kleineren Wagen wie Focus oder Fusion sollen dagegen sogar mehr vom Band rollen.

Für den gesamten US-Markt erwartet Ford im laufenden Jahr nun nur noch einen Absatz aller Hersteller von 15 bis 15,4 Millionen Wagen. 2007 waren die Verkaufszahlen um 2,5 Prozent auf 16,15 Millionen Wagen gesunken - der niedrigste Stand seit Ende der 90er Jahre.

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