In der zweiten Januar-Hälfte habe sich der Auftragseingang für die Kleinwagen-Modelle Fiesta, Ka und Fusion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 10.000 Stück vervierfacht, sagte Jürgen Stackmann, Geschäftsführer der Ford-Werke GmbH, am Dienstag (10.2.) in Köln. "Das Konjunkturpaket II greift bei Ford sehr positiv. Es herrscht fast Goldgräberstimmung."
Der Aufwärtstrend hängt an der Umweltprämie
Allein für den neuen Ka, der an diesem Samstag in die Läden kommt, lägen schon 5.000 Vorbestellungen vor. "Unser Ziel, in diesem Jahr 20.000 Ka zu verkaufen, bleibt damit absolut realistisch." Im Gesamtmonat Januar hatte Ford laut Kraftfahrt-Bundesamt 14.839 Autos verkauft (plus 25,9 Prozent) und seinen Marktanteil um 2,5 Punkte auf 7,8 Prozent gesteigert.
"Zumindest solange die Umweltprämie gezahlt wird, wird dieser Trend sich fortsetzen", meinte Stackmann, der bei Ford Deutschland die Geschäftsbereiche Marketing und Verkauf verantwortet. Wie die Nachfrage sich danach entwickelt, sei ungewiss. Er forderte, die Bundesregierung müsse rechtzeitig einen Stichtag nennen, bis zu dem der Prämientopf definitiv noch gefüllt ist. "Es darf nicht passieren, dass die Händler am Ende auf vielen Bestellungen sitzen bleiben, die nicht realisiert werden."
Kurzarbeit bleibt
Trotz der guten Nachfrage in Deutschland plant Ford allerdings in seinen Werken in Köln und Saarlouis Kurzarbeit. Als Grund nannte das Unternehmen die anhaltende Nachfrageschwäche auf wichtigen europäischen Exportmärkten. Während der Absatz in Deutschland 2008 um 2,7 Prozent auf 241.400 Autos gestiegen war, ging er in den 19 europäischen Kernmärkten um 7,4 Prozent auf 1,44 Millionen Stück zurück.
Im vierten Quartal 2008 fuhr der US-Autobauer in Europa einen Vorsteuerverlust von 330 Millionen US-Dollar ein, erzielte im Gesamtjahr aber einen Gewinn von 1,06 Milliarden Dollar. Der Marktanteil in Europa erhöhte sich leicht um 0,1 Punkte auf 8,6 Prozent.






