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Ford-Chef Bernhard Mattes

Position im deutschen Markt festigen

Bernhard Mattes Ford 2009 Foto: dpa 54 Bilder

Ford hat in Deutschland in diesem Jahr vor allem Dank der Abwrackprämie den höchsten Absatz seit 1999 erzielt. Insgesamt würden 2009 mehr als 300.000 Fahrzeuge verkauft, 36 Prozent mehr als im Vorjahr, sagte der Chef der Ford-Werke GmbH, Bernhard Mattes, in Köln.

21.12.2009

Für 2010 erwartet er einen Rückgang, für eine genauere Prognose sei es noch zu früh. Er sieht das Unternehmen aber gut gerüstet: "Wir wollen unsere Position im deutschen Markt festigen - auf Basis einer insgesamt sicherlich rückläufigen Gesamtnachfrage."

Kleinwagen besonders gefragt

Besonders bei den Kleinwagen sei die Nachfrage stabil. Aber: "Wir werden - wie in der Vergangenheit auch - unsere Werke und Produktionskapazitäten der jeweiligen Nachfrage anpassen. Wir beabsichtigen nicht, Fahrzeuge auf Lager zu produzieren", betonte Mattes. Der Automarkt werde seiner Ansicht nach erst 2011 beginnen, sich nach und nach langsam zu erholen.
 
Die Umweltprämie habe für die gesamte Wertschöpfungskette - Lieferanten, Händler, Hersteller - belebend gewirkt und die Geschäfte angekurbelt. Ford hat 2009 zudem neue Generationen der Kleinwagen Fiesta und Ka auf den Markt gebracht. Allein der in Köln gebaute Fiesta sei in Deutschland mehr als 100.000 Mal verkauft worden. Bei den Pkw habe Ford seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent gesteigert und liege nun auf dem dritten Platz.
 
Um diese Position zu halten, setze der US-Autobauer auf neue Produkte und sparsame Technologien. So würden die beiden Van-Modelle S-Max und Galaxy komplett überarbeitet. "Sie bekommen den ersten Ecoboost-Motor der neuen Generation, das ist ein Zwei-Liter- Benzinmotor, der 203 PS leistet, und zwar bei 19 Prozent weniger Emissionen", sagte Mattes. Außerdem komme mit dem Ford Focus Econetic II ein Fahrzeug mit Start-Stopp-System auf den Markt.

Elektrofahrzeuge erst in zehn bis 15 Jahren
 

Für reine Elektro-Antriebe sieht der Manager erst langfristig echte Chancen. "Bis zur Marktreife werden noch zwei Fahrzeug- Generationen vergehen - das sind zehn bis 15 Jahre", meinte er. Bislang seien noch viele technische Fragen ungeklärt - etwa wo das Auto aufgeladen werden kann, die Batterien-Technologie und die Ladezeiten. Ford arbeite zusammen mit dem Land NRW, der Universität Duisburg- Essen, der Stadt Köln und der Rheinenergie an einem Projekt, um in einem Modellversuch Antworten auf solche Fragen zu bekommen.
 
Die Konzentration in der Fahrzeugbranche wird nach Ansicht von Mattes weitergehen. Die Entwicklungskosten für Technologien seien enorm. "Dass hier auf den verschiedensten Feldern direkt, auch mit gegenseitigen Beteiligungen, oder aber durch Kooperation zusammengearbeitet wird, wird sicherlich in Zukunft auch zunehmen." Er glaube aber nicht, dass die Marken-Vielfalt dadurch geringer werde.

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