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Ford-Chef sieht in Insolvenz keine Option

Foto: Ford

Der US-Autokonzern Ford ist in einen stärkeren Gegenwind geraten als noch vor einigen Monaten erwartet. Dies belastet den im Januar angekündigten nordamerikanischen Sanierungsplan "Weg Vorwärts" (Way Forward).

30.06.2006

Dies hat Ford-Konzernchef Bill Ford dem "Wall Street Journal Europe" erklärt. Ford wies jedoch nach Darstellung der Zeitung Spekulationen um eine drohende Insolvenz zurück. "Dies ist keine Option", erklärte er dem Blatt.

Nach einem Bericht der Onlineausgabe der "New York Times" vom Freitag (30.6.) wird Ford nicht das Ziel erreichen, bis 2010 jährlich 250.000 Hybrid-Modelle zu verkaufen. Stattdessen wolle sich Ford auf flexible Fahrzeuge konzentrieren, die Benzin und andere Treibstoffe wie Ethanol verwenden können. Ford wolle weiterhin an den Hybriden festhalten, doch wolle das Unternehmen auch mit anderen Technologien expandieren.

Ford: 2006 werden noch 12.000 Mitarbeiter ausscheiden

Ford rechnet damit, dass in diesem Jahr 12.000 Arbeiter ausscheiden werden, überwiegend durch Abfindungen. Damit liege Ford beim Stellenabbau besser als geplant. Ford will im Rahmen seines Sanierungsplans bis 2012 insgesamt 30.000 Stellen streichen und mehr als ein Dutzend nordamerikanische Werke schließen.

Der Exodus der Autokäufer bei den Geländewagen wie dem Ford Explorer wegen der hohen Benzinpreise hat Ford überrascht. Der Sanierungsplan habe zwar einen Trendwechsel hin zu kleineren Pkw einkalkuliert, doch erfolge dieser rascher als erwartet. Falls dies mit dieser Geschwindigkeit weiter gehe, werde es schwer, betonte der Konzernchef im "Wall Street Journal Europe".

Ford, General Motors und Chrysler verdienen nach Darstellung amerikanischer Autoexperten mit ihren großen "Trucks" - Geländewagen, Pickups und Minivans - viel mehr als mit Pkw, weshalb der durch die hohen Treibstoffpreise angetriebene Wechsel hin zu kleineren Pkws für sie sehr kostspielig ist. Ford hatte im vergangenen Jahr mit dem Autogeschäft in Nordamerika 1,6 Milliarden Dollar und im ersten Quartal 2006 rund 457 Millionen Dollar verloren, schrieb die Zeitung. Ford wollte im Rahmen seine Sanierungsplans 2008 wieder schwarze Zahlen schreiben.

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