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Ford Deutschland

Weitere Sonderschichten im Ford-Werk Köln geplant

Bernhard Mattes Ford 2009 Foto: dpa 6 Bilder

Aufgrund der hohen Nachfrage in Deutschland hat Ford-Chef Bernhard Mattes angekündigt, nach der Streichung der Kurzarbeit im Werk Köln weitere Sonderschichten zu fahren und auch die Tagesproduktion zu erhöhen.

09.04.2009

"In Köln - dort werden Fiesta und Fusion gebaut - entfällt die ursprünglich vorgesehene Kurzarbeit. Dort fahren wir derzeit sechs Sonderschichten und fertigen so mehr als 3.300 Einheiten zusätzlich", sagte Mattes. "Ab dem 20. April erhöhen wir die Tagesproduktion weiter von 1.750 auf 1.850 Autos. Sollte sich durch die Umweltprämie eine weitere Steigerung der Nachfrage ergeben, können wir mit Sonderschichten und eine erneute, leichte Anhebung der Tagesproduktion reagieren."

Weiter Kurzarbeit im Werk Saarlouis

Im Werk Saarlouis bleibt es jedoch bei der geplanten Kurzarbeit. "Die geplante Kurzarbeit im Werk Saarlouis an 20 Tagen im ersten Halbjahr, wo wir Focus, C-Max und Kuga produzieren, wird wie geplant umgesetzt", so Mattes. Um die Stammbelegschaft zu schützen, will Mattes den Auftragsrückgang aus Europa durch einen Abbau der Leiharbeit auffangen. "Am Standort Köln sind das 500 Verträge, die im letzten Jahr nicht verlängert wurden, in Saarlouis sind es 200 Verträge", so Mattes.


Ford-Chef begrüßt Aufstockung der Abwrackprämie

Die Verlängerung der Abwrackprämie durch die Bundesregierung hat Mattes ausdrücklich begrüßt und rechnet damit, dass nicht nur Käufe vorgezogen, sondern wirklich zusätzliche Käufe durch die Prämie ausgelöst werden. "Zunächst einmal begrüßen wir, dass die Umweltprämie weitergeführt wird. Sie sollte auch in ihrer Ausgestaltung unverändert fortgesetzt werden. Bislang hat sie eine klare Wirkung erzielt, das sieht man auch an den Auftragseingängen", sagte Mattes. Auch bisherige Gebrauchtwagenkunden würden dank der Prämie auf Neuwagen umsteigen und damit echte Zusatzkäufe auslösen. "Es sind nicht nur klassische Neuwagenkäufer, die derzeit Autos kaufen. Auch Kunden, die bislang nur Gebrauchte gekauft haben, entschließen sich dank des durch die Umweltprämie erweiterten Budgets zu einem Neuwagen", sagte Mattes. Vertriebschef Jürgen Stackmann fügte hinzu, dass Ford bislang rund 30.000 Fahrzeuge dank der Umweltprämie verkauft hat.

Marktanteil und Volumen erhöhen

Mattes hofft, den hohen Marktanteil von 7,6 Prozent in den ersten drei Monaten in Deutschland bis Jahresende zu halten. "Im ersten Quartal werden wir voraussichtlich bei 7,6 Prozent liegen, was einer Steigerung von 1,8 Prozentpunkten entspricht. Damit haben wir nicht nur den Marktanteil, sondern auch das Volumen erhöht", so Mattes. "Wir sehen die Chance, mit dieser Steigerung durch das Jahr zu kommen." Nach Angaben von Vertriebschef Jürgen Stackmann hat Ford bereits ein dickes Auftragspolster für die nächsten Monate aufbauen können. "Derzeit rechnen wir mit einem  Auftragsbestand von 60.000 Autos, mit dem wir ins zweite Quartal gehen - das ist das beste Ergebnis seit 1992."

Absatzschwäche bei größeren Ford-Modellen

Nicht zufrieden ist Stackmann allerdings mit dem Verkauf größerer Ford-Modelle wie dem Mondeo. Diese leiden unter der Kaufzurückhaltung der Unternehmen, so Stackmann. "In diesem Segment liegt der Firmenkundenanteil bei über 50 Prozent. Da die Unternehmen aber die Investitionen verschieben, hinkt dieser Teil des Marktes den 2008er Ergebnissen hinterher." Der Mondeo liege deutlich unter dem Vorjahresergebnis. "Beim Mondeo liegen wir derzeit 25 Prozent unter Vorjahr. In den letzten Jahren konnten wir den Abverkauf steigern, so dass sich die Differenz besonders dramatisch darstellt." Allerdings ist Ford zuversichtlich, dass die Firmenverkäufe im zweiten Halbjahr wieder anziehen. "Ende des zweiten Quartals erwarten wir jedoch einen Schritt nach vorne."

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