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Ford Econoline E-350 4x4 Sportsmobile Camper

Power-Camper: Monster Wohnmobil mit V10

Ford Econoline E-350 4x4 Sportsmobile Foto: Sportsmobile 13 Bilder

US-Umrüster Sportsmobile macht aus dem braven Ford Econoline einen Campingbus fürs Grobe – mit Starrachsen und 305-PS-V10.

08.12.2015 Torsten Seibt Powered by

Ein bisschen ist es der Abgesang auf einen der letzten Mohikaner in einer nutzwertorientierten und politisch korrekten Welt. Knapp 55 Jahre stellte der Ford Econoline, auch als E-Series bekannt, den Brot-und-Butter-Transporter in den USA. In Verbreitung und Variantenreichtum dem hiesigen VW Bus nicht unähnlich, hauchte er Ende 2014 sein Leben aus und wurde 2015 nur noch in Kleinserie als Chassis gefertigt. Zugunsten des abgasoptimierten und ungleich unstabiler gebauten Ford Transit wurde das Konzept des unverwüstlichen E-Series-Truck aufgegeben, dessen Technik mit etlichen Teilen aus dem F-Series-Pickup eher einem Geländewagen als einem Luxus-Van ähnelte.

Diese handfeste Technik mit Leiterrahmen und robusten Nutzfahrzeugkomponenten sorgt jedoch dafür, dass der Ford Econoline auch nach seinem offiziellen Abschied ein zweites Leben bekommt. Nach wie vor baut der US-Umrüster Sportsmobile solche E-Series-Vans zum hochvergnüglichen Allrad-Camper um – dank Baukastentechnik aus dem Ford- und Zubehörmarkt kein Problem. Dass es noch ein Weilchen so weitergehen kann, ist sicher: der Econoline gehört zu den meistverkauften Fahrzeugen überhaupt in Amerika, entsprechend gesättigt ist der Markt nach wie vor.

Sportsmobile-Camper mit V10-Benziner

Kleinste Maschine für den letzten Econoline war ein 4,6-Liter V8 mit 225 PS, dazu gab es einen 5,4-Liter Achtzylinder (255 PS) und für das ganz große Angasen einen Zehnzylinder-V-Motor mit 6,8 Liter Hubraum und schlanken 305 PS. Letzterer wird aktuell noch von Sportsmobile angeboten. Dazu offeriert der Umbauer einen 4x4 Econoline Sportsmobile mit dem Sechsliter-V8-Diesel, der jedoch, höflich gesagt, in Sachen Zuverlässigkeit nicht den allerbesten Ruf besitzt.

Der urige Kastenwagen war und ist nicht nur als Lastesel und Familientransporter beliebt, auch die Umrüstung auf Allradantrieb ist in Amerika nichts besonderes. Mit vorderer Starrachse wird aus dem Ford E-Series ein Kletterkünstler ersten Ranges, der es jederzeit mit „normalen“ Geländewagen aufnehmen kann.

Diese 4x4-Conversion des Ford E-Series baut der Wohnmobil-Spezialist Sportsmobile zum Entdecker-Mobil aus: Mit Hubdach bietet der Ford E-Series genug Platz für ein abenteuerlustiges Pärchen, das er dank seiner Allradtechnik an die entlegensten Orte transportieren kann.

Starrachsumbau und Offroad-Extras nach Wunsch

Sportsmobiles Allrad-Umbau für den Ford E-Series besteht aus einer vorderen Dynatrac Pro Rock 60-Starrachse, vorderem Stabilisator mit Quick-Disconnect, einer Bremsanlage aus dem Ford F-550-Pickup, einem Höherlegungs-Blattfederfahrwerk, 175-Liter-Tank, Atlas-Verteilergetriebe mit Untersetzung und 17-Zoll-Rädern. Das ganze Menü lässt sich noch ordentliche veredeln: Achssperren,  wahlweise Achs- und Verteilergetriebe-Übersetzungen, Seilwinde, Stahl-Bumper – wer die Speisekarte einmal   komplett ankreuzt, kann mit dem so umgebauten Ford E-Series 4x4 auch Spezialisten wie den Jeep Wrangler Rubicon in Verlegenheit bringen.

Wenigstens 17.449 US-Dollar kostet der Allrad-Umbau, rund 2.000 Dollar muss man beispielsweise pro Achssperre investieren. Dazu kommt noch der Wohnmobilumbau nach Wunsch und das Basisauto. Schnäppchenalarm kommt allerdings keiner auf: für einen Sportsmobile-4x4-Camper aus Vorbesitz beginnen die Tarife in den USA bei rund 60.000 Dollar.

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