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Einigung mit Gewerkschaft

Foto: dpa

Die US-Regierung trifft in der lebensbedrohlichen Krise der Autobauer General Motors und Chrysler einem Zeitungsbericht zufolge bereits finanzielle Vorsorge für den Notfall einer Pleite.

23.02.2009

Externe Berater des Finanzministeriums verhandelten mit Banken über Insolvenz-Kredite von mindestens 40 Milliarden Dollar (31 Milliarden Euro), schrieb das "Wall Street Journal" am Montag (23.2)  unter Berufung auf Insider. Die bisher höchsten Darlehen dieser Art in der US-Geschichte sollten im Extremfall eine Sanierung in einer Insolvenz unter Gläubigerschutz finanzieren.
 

Autobauern hängen am Staatstropf

Die Opel-Mutter GM und Chrysler wollen zudem nach Informationen der "Financial Times" von der kanadischen Regierung deutlich höhere staatliche Hilfen als bisher bekannt. Sie forderten acht Milliarden US-Dollar - mehr als doppelt so viel wie vor drei Monaten angenommen.

Die Autobauer hängen derzeit am Staatstropf und fordern allein von der US-Regierung Hilfen von insgesamt 39 Milliarden Dollar. Überdies verlangen sie ausländische Milliardenkredite etwa auch in Europa. Die deutsche GM-Tochter Opel arbeitet wegen der Notlage der Mutter unter Hochdruck an eigenen Rettungsplänen. Die Lage bei GM spitzt sich auch wegen eines immer weiter abstürzenden Börsenkurses dramatisch zu. Im frühen US-Handel am Montag stabilisierte sich die Aktie zumindest. 

Ford will ohne Staatshilfen auskommen

Der ebenfalls Milliardenverluste schreibende zweitgrößte US-Autobauer Ford will bislang ohne Staatshilfen auskommen. Ford einigte sich mit der Autogewerkschaft UAW am Montag als erster der drei Hersteller auf Einschnitte bei den hohen Gesundheitskosten für Betriebsrentner. Auch GM und Chrysler verhandeln darüber mit der UAW. Die US-Regierung hat weitere Hilfen unter anderem von Zugeständnissen der Arbeitnehmer sowie der Gläubiger im Zuge einer Umschuldung abhängig gemacht. 

Eine Sanierung nach US-Recht unter Gläubigerschutz haben bereits viele Konzerne zum Neuanfang genutzt, so etwa fast alle großen US-Fluggesellschaften. GM und Chrysler lehnen den Schritt bisher jedoch ab und haben vor Kosten von zusammen 125 Milliarden Dollar gewarnt.

Die Regierung suche zwar weiter einen Weg zur Sanierung ohne Insolvenz, halte den Gläubigerschutz aber für eine nach wie vor zu prüfende Variante, zitierte die Zeitung Insider. "Alles ist derzeit auf dem Tisch", so eine mit den Erwägungen vertraute Person. Die Regierungsberater wollten unter anderem jene Banken für Kredite in die Pflicht nehmen, die vom Staat mit Kapitalspritzenunterstützt würden. Bislang zeigten sich die Institute zurückhaltend - aus Sorge, ihr Geld nie mehr von GM und Chrysler zurückzubekommen.

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